In diesem Jahr fanden Triathlon-Wettbewerbe am Steinhuder Meer nur im Rahmen der FINALS statt. 2027 wollte die Eventagentur eichels GmbH aus Hannover eigentlich zum dritten Mal einen Steinhuder Meer Triathlon veranstalten. Den wird es nun nicht mehr geben, wie eichels kürzlich mitgeteilt hat. Auf Nachfrage hat sich nun der 1. Vorsitzende des Steinhuder Verkehrsvereins Joachim Trautloff dazu geäußert.
Trautloff verweist zunächst darauf, dass sowohl der Verkehrsverein als auch sehr viele Steinhuder enttäuscht sind, dass es keinen Steinhuder Meer Triathlon mehr geben wird. Das Aus für den Wettbewerb hatte eichels unter anderem damit begründet, dass sich das Event nicht mit einer zumutbaren Belastung für Anwohnende und Gewerbetreibende vereinbaren lässt. Eine Argumentation, die Trautloff so nicht stehen lassen will. Er verweist darauf, dass die umgesetzten Verbesserungsvorschläge dazu geführt hätten, dass es viel weniger Ärger mit den Gewerbetreibenden als noch beim ersten Triathlon 2024 gab. Allerdings war im Rahmen der FINALS nicht eichels der Veranstalter für den Triathlon-Wettbewerb sondern die Deutsche Triathlon Union (DTU). Eichels fungierte lediglich als Dienstleister. Im Hinblick auf den Triathlon-Wettbewerb schloss der Veranstalter eine Vereinbarung mit einem Steinhuder Gastronom bezüglich des Aufbaus der Rennstrecke. Da sich der Veranstalter nicht an die Vereinbarung hielt, konnte der Gastronom seine Terrasse nicht nutzen und beschwerte sich. Im Nachgang zu diesem Geschehen kam dann das Aus für den Steinhuder Meer Triathlon. Es kann aber keine Rede davon sein, dass der eine oder alle Gastronomen in Steinhude die Schuld am Aus für die Veranstaltung tragen, so Trautloff.
Bedauerlich bleibt, dass die Steinhuder Gastronomen als Sündenböcke herhalten müssen, obwohl ich von keinem Beteiligten aus Steinhude gehört habe, dass es nie wieder einen Triathlon in Steinhude geben soll.
Aktuell ist die wirtschaftliche Lage für alle Gewerbetreibende in Steinhude nicht einfach, so Trautloff. Explodierende Kosten, Personalmangel, Investitionen und eigene Veranstaltungen belasten die Betriebe. Unter Einhaltung aller Absprachen können sich der Verkehrsverein sowie einige Gastronomen auch zukünftig Triathlonveranstaltungen oder andere Sportveranstaltungen vorstellen. Den Vorwurf der Blockadehaltung seitens der Gastronomen gegenüber Veranstaltungen dieser Art weist Trautloff entschieden zurück. „Wir können uns vorstellen, dass die Absage zukünftiger Veranstaltungen eher wirtschaftliche Gründe hat“, so Trautloff. Dabei verweist er auf das geringere Sponsoren-Potenzial in Steinhude im Vergleich zu Großstädten wie Hannover. Über eine Neuauflage des Steinhuder Meer Triathlons würden sich jedenfalls alle freuen, versichert Trautloff.