Triathlon als Eintagsfliege | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Triathlon als Eintagsfliege

Protest am Rande des Steinhuder Meer Triathlons 2024: Parallelität zwischen Triathlon und Weinfest gefiel nicht jedem. (Archivbild: wb)
Protest am Rande des Steinhuder Meer Triathlons 2024: Parallelität zwischen Triathlon und Weinfest gefiel nicht jedem. (Archivbild: wb)
Protest am Rande des Steinhuder Meer Triathlons 2024: Parallelität zwischen Triathlon und Weinfest gefiel nicht jedem. (Archivbild: wb)
Protest am Rande des Steinhuder Meer Triathlons 2024: Parallelität zwischen Triathlon und Weinfest gefiel nicht jedem. (Archivbild: wb)
Protest am Rande des Steinhuder Meer Triathlons 2024: Parallelität zwischen Triathlon und Weinfest gefiel nicht jedem. (Archivbild: wb)

Ausverkauft, ambitioniert, hochkarätig besetzt: Der Steinhuder Meer Triathlon startete mit großen Zielen. Hinter dem Erfolg zeigten sich jedoch früh Risse. Eine Rekonstruktion der Ereignisse zeigt, warum aus Aufbruchsstimmung am Ende Zweifel wurden.

Es war die Idee der Steinhuder Meer Tourismus GmbH (SMT) ein sportliches Großevent ans Steinhuder Meer zu holen. In der Eventagentur eichels GmbH aus Hannover fand man den entsprechenden Partner. Der erste Steinhuder Meer Triathlon fand dann im Juni 2024 statt. Schon bei seiner Premiere war der Triathlon ausgebucht, so der Pressesprecher des Steinhuder Meer Triathlon Michael Kramer. Das Teilnehmerfeld war von Anfang an hochkarätig besetzt. Das mag auch an Jan Raphael gelegen haben. Er ist Gesellschafter bei eichels, war selber aktiver Triathlet und ist bestens vernetzt in der Szene. Der Erfolg des ersten Triathlons war so groß, dass auch die Veranstalter von eichels begeistert waren. Allerdings verlief schon damals nicht alles reibungslos. Hier und da haperte es an der Kommunikation zwischen allen Beteiligten, wurden Informationen zu punktuellen Straßensperrungen erst spät verteilt. Außerdem gab es Kritik an der Streckenführung.

Um die Veranstaltung zu optimieren, stellte Raphael in der Ortsratssitzung am 22. April 2025 das überarbeitete Konzept vor. Dabei äußerte er auch Kritik. So hätte ihnen als Hannoveraner Unternehmen hier und da die örtliche Unterstützung gefehlt. „Im Bereich Kommunikation hätten wir in Kooperation mit der Steinhuder Meer Touristik früher beginnen können über die Veranstaltung und damit verbundener Einschränkungen zu informieren. Wir hätten so vielleicht auch noch andere Partner und Mitmacher in die Veranstaltung miteinbeziehen und Skepsis im Vorfeld ausräumen können“, so Kramer im Vorfeld des zweiten Steinhuder Meer Triathlon. Damals waren die Organisatoren noch fest davon überzeugt, die Veranstaltung weiter entwickeln zu können. Sie sollte zu einer der bedeutendsten Mitteldistanzveranstaltungen in Deutschland werden. „Die Location schafft die perfekte Atmosphäre für eine erfolgreiche Veranstaltung“, so Kramer im Mai 2025 vorausschauend.

Im März 2026 hieß es dann: „Gemeinsam mit vielen Akteuren konnten wir die Region um das Steinhuder Meer einer besonders attraktiven und reisefreudigen Zielgruppe erlebbar machen“. Trotzdem deutete er schon damals an, dass es eventuell nicht weitergehen könnte. „Die Weiterführung ab 2027 ist von uns avisiert, die finale Entscheidung ist aber noch offen“, so Kramer. Sie fiel nun trotz aller Bemühungen einer Optimierung der Veranstaltung negativ aus (wir berichteten).

Wird es nicht mehr geben: Der Steinhuder Meer Triathlon ist Geschichte.  (Foto: Jan F. Helbig)

Steinhuder Meer Triathlon: Veranstalter zieht Schlussstrich

Das Aus für den Steinhuder Meer Triathlon ist besiegelt. Trotz verschiedener Streckenvarianten konnten die Interessen von Sportlern, Anwohnern und Gewerbetreibenden nach Angaben des Veranstalters nicht dauerhaft miteinander in Einklang gebracht werden.

Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)
Freie Journalistin
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