Am Samstag, 4. April 2026, erlebten Einsatzleiter in der Feuerwehrtechnischen Zentrale eine praxisnahe Schulung, die sich auf den Einsatz ohne Hubrettungsmittel konzentrierte. Diese Neuauflage des Seminars soll künftig regelmäßig stattfinden, um die Einsatzplanung zu optimieren.
Nach einer kurzen Einführung startete das Seminar mit einem Planspiel, das eine gemeldete Rauchentwicklung simulierte. Die Teilnehmer mussten ihre Fahrzeuge so positionieren, wie es bei einem realen Einsatz erforderlich wäre. Schnell zeigte sich ein häufiges Problem: Die Einsatzstelle war durch die eigenen Fahrzeuge so zugestellt, dass für nachrückende Kräfte, insbesondere eine Drehleiter, kein Platz mehr blieb.
Im anschließenden Theorieteil lernten die Teilnehmer wichtige Grundlagen im Umgang mit Hubrettungsfahrzeugen. Themen wie Gebäudeklassen, Aufstellflächen und die HAUS-Regel (Hindernisse, Abstand, Untergrund, Sicherheit) standen im Mittelpunkt. Diese Kenntnisse sind entscheidend, um den effektiven Einsatz einer Drehleiter zu gewährleisten.
Nach der Mittagspause folgte eine umfangreiche Praxisphase. An mehreren Stationen konnten die Teilnehmer sehen, wie eine Anleiterbereitschaft aussieht und was bei einer Personenrettung mit einer Drehleiter zu beachten ist.
Den Abschluss bildete eine weitere Planübung, bei der die Teilnehmer ihre neu gewonnenen Erkenntnisse umsetzten. Die Einsatzstelle wurde nun so strukturiert, dass ausreichend Platz für eine Drehleiter eingeplant war, was den Lerneffekt deutlich machte.
Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren durchweg positiv. Besonders gelobt wurden die praxisnahe Ausbildung und der direkte Bezug zu realen Einsatzsituationen. Die Kreisfeuerwehr plant, dieses erfolgreiche Format künftig häufiger anzubieten.