Dass der Verkehr Steinhude bewegt, wurde spätestens auf der letzten Ortsratssitzung deutlich. So nahmen neben den Ortsratsmitgliedern zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner an der Sitzung teil. In Form einer Power-Point-Präsentation wurde das umfangreiche Konzept vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass man die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht isoliert betrachten kann, sondern nur als Gesamtmaßnahme. Ansonsten würde man Verkehre an anderer Stelle erzeugen. Als nicht realisierbar erwies sich nach jetzigem Stand die Schaffung eines flexiblen Überlaufparkplatzes. Hierfür fehlt schlichtweg die passende Fläche. Stattdessen wäre ein Parkdeck am Bruchdamm denkbar. Und so könnte man die Liste der möglichen Maßnahmen noch weiterführen, wenn da nicht noch die Sache mit den Kosten wäre. Für entsprechende Maßnahmen wurde kein Geld in den Doppelhaushalt eingestellt. Offiziell kam dafür das Konzept zu spät. Allerdings wusste man vorher, dass es 2026 kommen würde. Im Zuge der Haushaltsberatungen wurde dies auch im Ortsrat thematisiert.
Im Zuge der anschließenden Diskussion merkte Wilhelm Bredthauer (SPD) an, dass das vor Jahren vorgestellte Parkgutachten fast identische Aussagen enthielt. Viele gute Ideen aber ohne Priorisierung. Die muss jetzt von der Politik kommen. Wichtig sei es vor allem, die Einwohner mitzunehmen. Gerade der Verkehr im Ortskern muss gesteuert werden. Hierfür soll den Besuchern das Parken dort erschwert werden. Christian Broer (CDU) betonte, dass es früher keine Verkehrserfassung samt Messung gab. Den nächsten Schritt sah er in der Umsetzung der Maßnahmen. Wer nach ein bis zwei Stunden Fahrzeit in Steinhude ankommt, der will hier auch parken. Dafür muss man eine Lösung finden, wobei er an große Displays mit entsprechenden Informationen in Wunstorf denkt. Einstimmig wurde das Verkehrskonzept als strategische Handlungsgrundlage beschlossen. Zusätzlich wurde die Verwaltung mit der Ausarbeitung der im Konzept enthaltenen Maßnahmen zwecks Umsetzung 2027 beauftragt wird.
Aufgrund des Antrages der CDU-Ortsratsfraktion samt Änderungsantrag der SPD-Ortsratsfraktion stieg man auch gleich in die Umsetzung des Konzeptes ein. So beantragte die CDU die Anpassung der aktuellen Verkehrshinweise, die Ausweitung der bedarfsgerechten und saisonalen Ausweitung von Bewohnerparkplätze in belasteten Wohnbereichen, Planungsansätze zur Anpassung der überörtlichen Beschilderung mit aktueller Belegungsanzeige und Vorschlägen zur Umstellung der Parkflächen Bruchdamm auf ein schrankenloses System. Damit pickte man sich einzelne Maßnahmen aus dem Gesamtkonzept im Hinblick auf die Saison 2027 heraus. Der SPD ging es dagegen um Priorisierung der einzelnen Maßnahmen samt klarer Zielsetzung. Dies muss neben einer kurzfristigen Verbesserung der Verkehrssituation eine langfristig tragfähige Entwicklung des Ortskerns und der Verkehrsstrukturen sein. Nach einem längerem Schlagabtausch wurden beide Anträge verabschiedet.