Eckhard Ilsemann, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, bezeichnete das „Bauernhaus Im Dorfe“ in Tallensen als ein wahres „Schatzkästchen“ des Landkreises. Die Initiative für diesen Informationsbesuch ging von Jörn Wittkugel, Bürgermeister der Gemeinde Seggebruch und Kreistagsabgeordneter, aus.
Ursprünglich plante die Gemeinde Seggebruch, das baufällige Fachwerkhaus abzureißen. Doch das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim erkannte den Wert des Gebäudes aus dem Jahr 1874 und stellte Fördermittel für dessen Erhalt in Aussicht. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Feuerwehr, Dorfjugend und Ratspolitik wurde das Haus in rund 2.000 Stunden Eigenleistung saniert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,2 Millionen Euro, wovon 600.000 Euro durch Fördergelder gedeckt wurden. Die restlichen 600.000 Euro trug die Gemeinde, was Wittkugel als „großen Schluck aus der Pulle“ bezeichnete.
Heute dient das Bauernhaus den 1.700 Einwohnern der Gemeinde als vielseitiger Veranstaltungsort. Jährlich finden hier etwa hundert Veranstaltungen statt, darunter Privatfeiern, Trauungen, Brotbacken, Vereinsversammlungen und Gemeinderatssitzungen. Der Außenbereich bietet eine Boulebahn, eine Feuerstelle, einen Spielplatz sowie Obst- und Blühwiesen. Bei Bedarf kann ein großes Festzelt auf einer gepflasterten Fläche aufgebaut werden.
Eva von Löbbecke, Vorsitzende des Vereins „Umweltbildungszentrum Wilde Karde Seggebruch e.V.“, betonte die Bedeutung des Hauses als lebendigen Ort der Umweltbildung. Der Verein bietet Projekte wie „naturwissenschaftliches Forschen und Entdecken mit Krippenkindern“ und „Naturerlebnisräume Wald, Wiese, Bach und Teich“ für Grundschulkinder an. Die SPD-Kreistagsfraktion unterstützt zudem Maßnahmen zum Hitzeschutz.