Wenige Verstöße festgestellt | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Wenige Verstöße festgestellt

Archivfoto aus 2025: Judith Härung und Andreas Diekmann bei der Seitenabstandsmessung in der Barnestraße.  (Archivbild: gi)
Archivfoto aus 2025: Judith Härung und Andreas Diekmann bei der Seitenabstandsmessung in der Barnestraße. (Archivbild: gi)
Archivfoto aus 2025: Judith Härung und Andreas Diekmann bei der Seitenabstandsmessung in der Barnestraße. (Archivbild: gi)
Archivfoto aus 2025: Judith Härung und Andreas Diekmann bei der Seitenabstandsmessung in der Barnestraße. (Archivbild: gi)
Archivfoto aus 2025: Judith Härung und Andreas Diekmann bei der Seitenabstandsmessung in der Barnestraße. (Archivbild: gi)

Im Rahmen der präventiven Verkehrssicherungsarbeit gab es nach 2025 erneut vom hiesigen Kommissariat mit Unterstützung der Fahrradstaffel der PD Hannover eine Schwerpunktkontrolle zum Thema „Sicherheit im Radverkehr“. Einsatzleiterin war Polizeikommissarin Christina Südekum. Es wurde eine Seitenabstandsmessung in der Barnestraße, das Überfahren des Stoppschildes am Düendorfer Weg, das Radfahrverbot in der Fußgängerzone, die Einhaltung des Rechtsverkehrs auf den Radwegen Am Stadtgraben und in der Südstraße/Alte Bahnhofstraße kontrolliert. Erfreulicherweise gab es wenig Verstöße, ein Radfahrer fuhr durch die Innenstadt, was auch zwei Lieferanten-Pkws machten, 10 Radfahrer fuhren auf dem Radweg in falscher Richtung, ein E-Scooterfahrer war mit mehr als 20 km/h unterwegs und zwei hatten keine Betriebserlaubnis.

Besonders aufwendig sind die Vorbereitung und Durchführung von Seitenabstandsmessungen. Wie das funktioniert, erklärte Polizeihauptkommissar Andreas Diekmann. „Auf dem Schutzstreifen wird links des Gossenrandes eine kurze Kreidemarkierung gesetzt, sowie in 180 Zentimeter Entfernung auf der dem Kfz-Verkehr gewidmeten Verkehrsfläche. Dies wird auf Höhe jedes zweiten Strichs des dortigen Verkehrszeichens 340 wiederholt, auf einer Länge von circa 600 Metern. Zwei Beamte fahren sodann die Strecke einzeln hinter erkannten Radfahrern immer wieder ab. Sobald einer der Beamten und demzufolge auch der vor ihm befindliche Radfahrer von einem Kfz überholt werden und sich die Reifen des Fahrrades auf oder links neben der Kreidemarkierung und sich die rechte Fahrspur des überholenden Kfz auf oder rechts neben der Kreidemarkierung befinden, kann sicher und schnell erkennbar von einem Verstoß ausgegangen werden. Hierbei wird die halbe Lenkerbreite in Abzug gebracht, sodass bei einem theoretischen Abstand von 180 Zentimeter der Räder zueinander rechnerisch zwingend die gesetzlich vorgeschriebenen 150 Zentimeter unterschritten wurden - ohne rechts der Kfz-Fahrspur befindliche Teile wie Karosserie oder Außenspiegel berücksichtigen zu müssen. Für die unwiderlegbare Beweisführung wird der Verstoß durch den Beamten mit einer am Steuerrohr des Fahrrades angebrachten Action Cam videografiert. Die Aufnahme wird im Einklang mit datenschutzrechtlichen Bestimmungen durch den Beamten gestartet, wenn er selbst bereits zu eng überholt wurde, dies kann durch die kurze Beobachtung der Kreidemarkierungen schnell festgestellt werden.“

Die gute Nachricht bei der Kontrolle auf der Barnestraße: „Zusammen mit meiner Kollegin Judith Häring haben wir in der Kontrollzeit keine entsprechenden Verstöße festgestellt. Es war aus unserer Sicht erfreulich, dass die Kfz-Führenden trotz oftmals eiliger Anfahrt im morgendlichen Berufsverkehr so geduldig waren, hinter den Radfahrern und Elektrokleinstfahrzeug-Führenden zu bleiben, wo ein gefahrloses Überholen nicht möglich war“, sagte Diekmann. Dieses sei im Sinne der Verkehrssicherheit viel mehr wert, als „Verstöße wie am Fließband“ zu beobachten. Und das sagt die Leitern des hiesigen Kommissariates, Britta Schwarz: „Nach wie vor besteht insbesondere an Engstellen ein erhöhtes Verletzungsrisiko für Radfahrende. Deshalb bin ich dankbar, dass wir die Kompetenzen der Fahrradstaffel aus der Polizeiinspektion „Besondere Dienste“ mit Sitz in Hannover nutzen können. Wir werden auch zukünftig an diesen gemeinsamen Kontrollen festhalten. Sie leisten einen wertvollen Beitrag für den rücksichtsvollen Umgang im Straßenverkehr.“


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)
Freier Journalist
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