Vorrangroute mit Hindernissen | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Vorrangroute mit Hindernissen

Kennzeichnen den Verlauf der Radvorrangroute: Neue Piktogramme auf Straßen und Wegen.  (Foto: tau)
Kennzeichnen den Verlauf der Radvorrangroute: Neue Piktogramme auf Straßen und Wegen. (Foto: tau)
Kennzeichnen den Verlauf der Radvorrangroute: Neue Piktogramme auf Straßen und Wegen. (Foto: tau)
Kennzeichnen den Verlauf der Radvorrangroute: Neue Piktogramme auf Straßen und Wegen. (Foto: tau)
Kennzeichnen den Verlauf der Radvorrangroute: Neue Piktogramme auf Straßen und Wegen. (Foto: tau)

Zwischen Steinhude und Wunstorf verläuft eine Radvorrangroute. Auf ihr sollen Pendler zügig aus den nördlichen Ortsteilen zum Bahnhof fahren können. Die Radverbindung wurde extra so angelegt, dass sie etwa 80 Prozent der Bevölkerung praktisch direkt vor ihrer Haustür abholt und dazu einlädt, sich lieber aufs Rad zu schwingen, statt ins Auto zu steigen. Die Radtrasse ist allerdings noch nicht durchgehend so ausgestattet, wie es erforderlich sein sollte.

Engstellen gibt es vor allem in der Kernstadt. Insbesondere die verkehrliche Gestaltung der Hindenburgstraße dürfte in der nächsten Wahlperiode ab dem 1. November 2026 wieder verstärkt in den Fokus rücken. Aber auch in den Ortsteilen gibt es noch so manche Hürde zu überwinden. So verläuft die Route in Klein Heidorn derzeit noch durch einen verkehrsberuhigten Bereich. Das Ziel ist eine Umfahrung des Ortes auf entsprechenden Wirtschaftswegen. Diese sollten wiederum eine gewisse Breite aufweisen. Zwischen Klein Heidorn und Großenheidorn wird etwa der Wirtschaftsweg mit Hilfe von Fördergeldern modernisiert, um den Radverkehr sicherer und attraktiver zu gestalten. Der Wirtschaftsweg soll auf 4 Meter verbreitert und beidseitig mit einer Bankette von 0,5 Metern sowie mit Ausweichstellen in einer Breite von 6 Metern versehen werden. Nach der Fertigstellung würde die Strecke dann als Fahrradstraße mit einer Freigabe für landwirtschaftliche Verkehre ausgewiesen.

In Großenheidorn verläuft die Route auf der ehemaligen Meerbahn-Trasse. Dort teilen sich bislang Radfahrer und Fußgänger eine Breite von lediglich 2,20 Meter. Künftig soll die Fläche nur Fußgängern vorbehalten sein und die Radfahrer auf die parallel verlaufene etwa 3 Meter breite Fahrbahn ausweichen, die dann als Fahrradstraße ausgewiesen wird. Punktuell soll diese Straße auch noch verbreitert und die Verkehrsführung entsprechend angepasst werden. Im Ortsrat gab es viel Kritik an den Plänen, unter anderem mit Blick auf wegfallende Parkflächen an der Mehrzweckhalle. Das könne ein Zuparken der Feuerwehrzufahrt begünstigen. Der Ortsrat hatte noch weitere Fragen und vertagte daher eine Beschlussempfehlung. Der Bauausschuss nahm am Donnerstag (17. September) das Thema daher ganz von der Tagesordnung.

Die Beseitigung von Engstellen auf der Radvorrangroute bleibt also eine Herausforderung für Politik und Verwaltung. Damit aber schon jeder weiß, wo genau die Strecke entlang führt, hat die Stadt in dieser Woche neue Piktogramme auf Straßen und Wege aufgebracht. Sie symbolisieren den Verlauf der „Leuchtturmtrasse”.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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