Wenn’s chaotisch wird | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Wenn’s chaotisch wird

Erklärt die Grundlagen: Ein Erste-Hilfe-Trainer der Johanniter. (Foto: Henning Stauch)
Erklärt die Grundlagen: Ein Erste-Hilfe-Trainer der Johanniter. (Foto: Henning Stauch)
Erklärt die Grundlagen: Ein Erste-Hilfe-Trainer der Johanniter. (Foto: Henning Stauch)
Erklärt die Grundlagen: Ein Erste-Hilfe-Trainer der Johanniter. (Foto: Henning Stauch)
Erklärt die Grundlagen: Ein Erste-Hilfe-Trainer der Johanniter. (Foto: Henning Stauch)

Katastrophen treffen die Menschen oft unerwartet und bringen gewohnte Versorgungsstrukturen schnell an ihre Grenzen. Ob Schneesturm, Stromausfall oder Hochwasser – wer vorbereitet ist, kommt sicherer durch die ersten Stunden und Tage einer Ausnahmesituation. Deshalb bieten die Johanniter im März spezielle Erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutzinhalten an, die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) finanziert werden.

Das Ausbildungsprogramm „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten“ umfasst sieben Module für unterschiedliche Zielgruppen. Im März stehen die Module 2 („Vorbeugung und Reaktion im Zivilschutz und Katastrophenfall“) sowie 3 („Medizinische Erstversorgung im Zivilschutz und Katastrophenfall“) auf dem Plan. Beide vermitteln praktische Tipps, Checklisten und kurze Übungseinheiten, um in einer Notsituation selbstständig handeln zu können. Die Teilnehmer erfahren unter anderem, wie ein Grundvorrat an Lebensmitteln aussehen sollte und welche technischen Geräte im Notfall hilfreich sind – etwa ein Kurbelradio, das auch ohne Internet funktioniert. Ebenso gehört die medizinische Erstversorgung, etwa bei Wunden oder Knochenverletzungen, zu den zentralen Themen.

Besonders in Großschadenslagen kann es deutlich länger dauern, bis staatliche Hilfe eintrifft. In dieser Zeit sind die Betroffenen auf sich gestellt. Ein gepackter Notfallrucksack mit Material zur Wundversorgung oder zur Ruhigstellung von Verletzungen kann dann entscheidend sein. Auch Improvisationsfähigkeit bei Materialmangel sowie das sichere Lagern und Transportieren von Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden in den Kursen vermittelt.

In Hannover bieten die Johanniter in diesem Jahr vier der sieben Module des BBK-Konzeptes an. Die Inhalte richten sich an verschiedene Bevölkerungsgruppen – von Schülern über Senioren bis zu pflegenden Angehörigen oder Menschen mit Migrationsgeschichte. „Inhaltlich geht es darum, die praktische Fähigkeit der Bevölkerung zur Selbst- und Fremdhilfe in außergewöhnlichen Notlagen zu steigern“, erklärt Sabrina Kirchner, die den Bereich Breitenausbildung in Hannover koordiniert. Alle Angebote sind kostenlos, da sie vollständig vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finanziert werden.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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