Festakt in der Stadtkirche | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Festakt in der Stadtkirche

Tauschen viele Geschenke aus: Anne-Marie Morin und Bürgermeister Carsten Piellusch.  (Foto: wb)
Tauschen viele Geschenke aus: Anne-Marie Morin und Bürgermeister Carsten Piellusch. (Foto: wb)
Tauschen viele Geschenke aus: Anne-Marie Morin und Bürgermeister Carsten Piellusch. (Foto: wb)
Tauschen viele Geschenke aus: Anne-Marie Morin und Bürgermeister Carsten Piellusch. (Foto: wb)
Tauschen viele Geschenke aus: Anne-Marie Morin und Bürgermeister Carsten Piellusch. (Foto: wb)

Vor 30 Jahren begann die Städtepartnerschaft zwischen der französischen Stadt Flers und Wunstorf. Damit begann eine deutsch-französische Freundschaft, die von Anfang an von willigen Menschen auf beiden Seiten getragen wurde. Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Versöhnung strebten. Dazu gehörte vor allem der gegenseitige Austausch. Und so trafen sich jetzt zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus beiden Städten zu einem Festakt in der Stadtkirche.

Bedeutung

Am 25. Mai 1996 unterzeichnete der damalige Bürgermeister Harald Brandes für die Stadt Wunstorf und Michel Lambert für die Stadt Flers in der Stadtkirche die Partnerschaftsurkunde. Eine Partnerschaft, die in den folgenden Jahrzehnten mit Leben erfüllt wurde. Und so dankte Dany Belouet (Vorsitzender des Partnerschaftsverein Wunstorf-Flers) in seiner Eröffnungsrede allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Über alle Sprachbarrieren hinweg, denn die galt es auch zunächst zu überwinden. Aber man lernte auch auf vielfältige Weise voneinander. Und so drückte Belouet auch seine Freude darüber aus, dass sich die Flersianer wieder auf den Weg nach Wunstorf gemacht haben, um dieses Jubiläum hier zu begehen, wo alles 1996 anfing.

Dabei verwies er auch auf den Élysée-Vertrag vom 22. Januar 1963. Er verpflichtet beide Länder zu einer engen Abstimmung in der Außenpolitik, Sicherheitspolitik und Europapolitik sowie zu einem umfassenden Jugendaustausch und Kulturaustausch. Ein Aspekt, den auch Bürgermeister Carsten Piellusch aufgriff. So sah er in der deutsch-französischen Freundschaft ein Fundament des vereinten Europas. Eine Partnerschaft, die gerade jetzt gepflegt werden muss. Und so liegen die künftigen Aufgaben auch in der Weiterentwicklung dieser Städtepartnerschaft. Eine Partnerschaft, die von der Vertreterin der Stadt Flers, Anne-Marie Morin, ebenfalls gelobt wurde. Dabei erinnerte sie an die zahlreichen persönlichen Begegnungen, den Jugendaustausch und die vielen Geschichten, die dabei ausgetauscht wurden.

Rückblick

Sowohl Brandes als auch Lambert warfen einen Blick zurück auf die Anfänge dieser Städtepartnerschaft. Auf den ersten Besuch in Flers, der einen nachhaltigen Eindruck bei der Wunstorfer Delegation hinterließ und die Anfänge der Partnerschaft. Dabei betonte er, wie wichtig es für die Zukunft der Partnerschaft ist, die Jugend einzubinden. Eloquent erzählte Lambert ebenfalls von den Anfängen, von der Unterzeichnung des Vertrages in der Stadtkirche und seiner damaligen Rede von der Kanzel in der Kirche. Ein ganz besonderer Moment für einen französischen Bürgermeister, da Staat und Kirche in Frankreich streng voneinander getrennt sind. Dabei betonte er, dass heute die Bürger für die Partnerschaft stehen. Es ist ihre Partnerschaft, so Lambert und verwies darauf, dass Vieles geschafft wurde. Manches fehlt aber dennoch.


Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)
Freie Journalistin
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