Es war ein extrem heißer und trockener Sommer in diesem Jahr. Gerade in den Städten fehlte es oft an Abkühlung, an schattigen Plätzen oder Trinkwasserspendern. Darüber ist vielfach berichtet worden. Wie sah es aber im Naturpark Steinhuder Meer aus? Die Auswirkungen des heißen und trockenen Sommers sind an verschiedenen Stellen im Naturpark sichtbar. So berichtet Ranger Hauke Zirfas, dass insbesondere bei zahlreichen Bäumen ein Vitalitätsverlust zu beobachten ist. „Kronen werden lichter, einzelne Äste oder teilweise auch ganze Bäume sterben ab“, so Zirfas. Unter den Hitzewellen hat aber nicht nur der Baumbestand sondern auch der Wildtierbestand gelitten. So wurden vermehrt verendete sowie stark geschwächte und schutzbedürftige Wildtiere gefunden. Unter ihnen befanden sich insbesondere Jungtiere. „Zeitweise war die Wildtierstation Sachsenhagen so stark ausgelastet, dass keine weiteren Tiere aufgenommen werden konnten“, berichtet Zirfas rückblickend. Auch am Steinhuder Meer waren die Folgen der Hitze deutlich sichtbar. Hier lagen die Wassertemperaturen zeitweise bei mehr als 30 Grad. Die Folge war ein größeres Fischsterben. Gerade im flachen Steinhuder Meer sind hohe Temperaturen eine hohe Belastung für Fische, da kühlere Rückzugsräume fehlen.
Besonders auffallend war, dass bei extremer Hitze deutlich weniger Besucher unterwegs waren. Ein Teil des Rundwegs bietet auch nur wenig Schatten, so Zirfas. Bei Temperaturen um 40 Grad kann es dann gerade für ältere Menschen gefährlich werden.