Die Ausstellung „Der besondere Blick“ bringt in der Abtei zwei unterschiedliche künstlerische Positionen zusammen und lädt dazu ein, vermeintlich unscheinbare Motive neu zu entdecken. Helga Engelmann widmet sich in ihrer fotografischen Arbeit dem Besonderen im Alltäglichen. Ihre Motive entstehen meist spontan und ohne Inszenierung – häufig festgehalten mit einem Smartphone. Ausgangspunkt ist die zufällige Begegnung mit einem Motiv, das sie intuitiv aufgreift und in Bilder übersetzt, die beim Betrachter überraschende Assoziationen und Fantasien auslösen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht nicht das perfekt arrangierte Bild, sondern der Augenblick. Die Fotografien leben von ihrer Unmittelbarkeit und der individuellen Perspektive, die den Blick auf Bekanntes verändert.
Einen anderen Zugang zur Kunst verfolgt Renate Heidbüchel mit ihrer Malerei. Inspiriert von der Natur entwickelt sie neue Formen, die zwar Anklänge an Vertrautes enthalten, sich jedoch in ungewöhnlicher Farbgebung oder im Bildraum bewusst fremdartig zeigen. Ihre Werke bewegen sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Dabei gewinnt in ihrem Schaffen zunehmend das Spontane, Unwiederholbare und Rohere an Bedeutung. Offene Strukturen und expressive Farbigkeit prägen die Kompositionen und verleihen ihnen eine besondere Dynamik.
Die Veranstaltung wird von der Kulturinitiative Pegasus Wunstorf organisiert und von der Stadt Wunstorf unterstützt. Die Vernissage findet am Freitag, den 12. Juni um 20 Uhr statt. Die Ausstellung ist vom 13. bis 25. Juni geöffnet.