Ende Januar feierte die Evangelische IGS einen ganz besonderen Höhepunkt im Schuljahr: den Galaabend der Facharbeiten. In festlicher Atmosphäre präsentierten sechs Schüler der 13. Klassen ihre selbstständig erarbeiteten Facharbeiten einem interessierten Publikum aus Mitschülern, Lehrkräften, Tutoren und Eltern. Für die liebevolle Dekoration sorgte Katharina Napp, die den Abend mit großem Engagement organisierte. Die Vielfalt der präsentierten Themen spiegelte eindrucksvoll wider, wie intensiv und eigenständig sich die Schüler mit ihren Fragestellungen auseinandersetzten. Von Depression im Kontext von Franz Kafkas „Verwandlung“ über Tod und Trauer in Kinderbüchern, Insektenmehl als Proteinquelle, den Einfluss von Blaulicht bis hin zum Halo-Effekt im Roman „The Ugly Duckling“ – die Arbeiten zeigten, wie wichtig es ist, sich kritisch, kreativ und aus unterschiedlichen Perspektiven mit komplexen Themen zu beschäftigen.
Weitere Facharbeiten wurden auf einem „Markt der Möglichkeiten“ vorgestellt und boten Anregungen für zukünftige Projekte. Die Veranstaltung machte deutlich, wie sehr die Fähigkeit, eigenständig zu recherchieren, zu reflektieren und die eigenen Ergebnisse überzeugend zu präsentieren, an der IGS gefördert werde. Daliya-Daylin Tas betonte, dass wissenschaftliches Arbeiten die Chance biete, „ganz eigene Gedanken in die Welt zu setzen, die vorher keinen Raum gefunden haben.“ Finnja Rutsatz hob hervor, wie sehr die Beschäftigung mit historischen Themen das Verständnis für die Gegenwart vertiefen kann. Auch die Schülerinnen und Schüler selbst empfanden den Galaabend als wertvolle Erfahrung. Milena Nowak sah darin die Möglichkeit, „diese harte Arbeit vor einem ebenso neugierigen Publikum vorzustellen.“ Michelle Lehmann unterstrich, dass die Facharbeit ihr geholfen habe, „strukturiert zu denken und sich kritisch mit einem Thema auseinanderzusetzen.“ Maximilian Müller betonte, wie wichtig es sei, Jugendlichen nicht nur wissenschaftliches Arbeiten zu vermitteln, sondern ihnen auch „eine Bühne zu geben, um diese Arbeit vorzustellen.“
Henri Idel brachte es auf den Punkt: „Durch Veranstaltungen wie den Galaabend lernt man, Ergebnisse verständlich darzustellen und vor anderen zu präsentieren. Das stärkt das Selbstbewusstsein und ist eine wichtige Fähigkeit für Studium und Berufsleben.“ Ein abwechslungsreiches Catering, die Unterstützung des versierten Tontechnikteams sowie eine großartige Schülerband rundeten den Abend ab. Die Prämierung der besten Arbeiten übernahm erneut der Rotary Club Garbsen-Wunstorf, der die IGS seit ihrer Gründung als verlässlicher Kooperationspartner unterstützt. Der Galaabend der Facharbeiten 2026 zeige eindrucksvoll, wie die Evangelische IGS Raum für vertieftes Lernen, eigenständiges Denken und persönliche Entwicklung schaffe.