Die Bäume in unmittelbarer Nähe der Windmühle „Paula“ entwickeln sich zu einer unendlichen Geschichte. Konkret geht es um ein Baumdreieck, das in der Hauptwindrichtung der Winde steht, die auf „Paula“ treffen. Drei Jahre hat sich der Verein dafür eingesetzt, dass hier etwas passiert. Anfang 2025 war es so weit. Jetzt wurde der ursprüngliche Zustand per Neupflanzung wiederhergestellt. Vor Ort hat der Vereinsvorsitzende Jürgen Bredthauer den aktuellen Sachverhalt erklärt.
Die Hauptwindrichtung an der Mühle ist Westen bis Südwesten. Als klassische Windmühle – Erdholländer – ist „Paula“ auf diese Winde ausgelegt. Sie treiben die Windmühlenflügel optimal an. Alles, was im „Weg“ steht, stört aber diese Funktion der Mühle. „Eine Windmühle ist eine Windkraftanlage“, erläutert Bredthauer und ergänzt, dass niemand davor ein Hochhaus setzen würde. Vor diesem Hintergrund hat sich der Verein in einem seit drei Jahren andauernden Dialog mit der Stadtverwaltung dafür eingesetzt, dass das Baumdreieck an dieser Stelle durch Fällung beseitigt wird. Zunächst wurde aber erst einmal ein Rückschnitt der Bäume in der Winterzeit mit dem Ziel der schrittweisen Reduzierung verabredet. Das war im Februar 2025. Danach begutachtete eine Baumsachverständige die Bäume. Dabei stellte sich heraus, dass einige Bäume nicht mehr verkehrssicher waren. Diese standen in Richtung Südwest bis West und wurden zwischenzeitlich gefällt. Eigentlich eine positive Entwicklung für den Verein. Mit der Verwaltung wurde sogar besprochen, dass in diese Richtung nur noch Strauchwerk gepflanzt werden sollte. Das kann man gut zurückschneiden.
Seit Anfang April sieht nun alles anders aus. Trotz aller Erklärungen und Gespräche wurden unmittelbar neben den Baumstümpfen der gefällten Bäume neue Bäume gepflanzt. Damit wurde der alte Zustand auf niedrigerem Niveau wiederhergestellt. Nur die Bäume wachsen ja auch und ab einer gewissen Größe werden sie wie ihre Vorgänger wieder zum Ärgernis für „Paula“. Da es dem Verein ein Anliegen ist, den Erhalt der Mühle samt Betrieb zu sichern, haben sie sich schriftlich an die Verwaltung und den Ortsrat gewandt. Im Ortsrat stieß die Pflanzaktion auf lautstarke Empörung. Eine Stellungnahme der Verwaltung lag bis zum Gespräch mit Bredthauer an der Mühle noch nicht vor. Die Beantwortung einer entsprechenden Anfrage dieser Zeitung bei der Verwaltung steht ebenfalls noch aus.
Das Mühlenfest am 25. Mai (Pfingstmontag) beginnt um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst. Von 11 bis 17 Uhr stehen dann Kinderspaß, Mühlenbesichtigung, Mühlenbrot, Kaffee, Kuchen, Getränke und Bratwürste auf dem Programm. Am Pfingstsonntag, 24. Juni, ist die Mühle von 14 bis 18 Uhr geöffnet.