In Bokeloh auf den Wiesen nahe der Aue „wuselte“ es nur so von Kindern und Jugendlichen. Es wurde vom 3. bis 5. Juli ein Regionszeltlager für Kinderfeuerwehren und vom 5. Juli bis zum 12. Juli von Jugendfeuerwehren durchgeführt. Es ist das 14. Regionszeltlager, es findet alle drei Jahre statt. Eröffnet wurde es vom Regionsjugendfeuerwehrwart Michael Homann aus Neustadt und seinem Vertreter Daniel Imhof aus Barsinghausen. „Häufig sind die Zeltlager im Raum Neustadt, aber auch hier in Bokeloh wird eine gute Infrastruktur angeboten“, so Homann und Imhof. Es wurde ein 1.000 Quadratmeter großes Verpflegungs- und Veranstaltungszelt aufgestellt, mehrere hundert Zelte stehen in den drei Zeltdörfern „Groß Moor“, „Moordorf“ und „Hachland“ (jedes Dorf hat seinen ehrenamtlichen Bürgermeister) auf einer Fläche von drei Hektar.
Für viel Abwechslung war und ist natürlich gesorgt mit Willkommensspielen, Spiele ohne Grenzen und Discos, Orientierungsmärschen und vieles mehr. Einen Besuchertag gab es für die Jugendfeuerwehren, auch wurde die Jugendflamme verliehen. Unterstützt wird das Zeltlager von der der THW-Ortsgruppe Wunstorf und dem DRK Neustadt. Es waren 66 Kinderfeuerwehren mit 742 Kindern und 292 Betreuern dabei sowie 81 Jugendfeuerwehren mit 1111 Jugendlichen und 398 Betreuern. „Das ist ein richtig gutes Ergebnis“, so Homann und Imhof. Stolz sind sie auf eine Vollverpflegung vor Ort, es wird alles frisch zubereitet und in „Schichten“ gegessen. Die Regionszeltlager seien sehr wichtig, es treffen sich Gleichgesinnte und es entstünden Freundschaften.
Ohne ein Notfall- und Evakuierungskonzept kann eine so große Veranstaltung wie das Regionszeltlager der Kinder- und Jugendfeuerwehren in Bokeloh nicht durchgeführt werden. Die Stadtbrandmeister Torben Klingemann aus Neustadt und Martin Ohlendorf aus Wunstorf erarbeiteten ein entsprechendes Konzept. Das wurde der Stadt Wunstorf zugestellt zur Überprüfung und Genehmigung. Insgesamt kommen an den zehn Tagen rund 2400 Kinder und Jugendliche sowie Betreuer aus den Feuerwehren zusammen. Viele Dinge sind zu beachten: Wie sieht es mit den Zufahrtswegen und den Bereitstellungsräumen sowie dem Sanitätsdienst aus, und wie funktioniert der Evakuierungsplan. „Es stehen die Grundschule in Bokeloh, das Feuerwehrhaus Bokeloh/Mesmerode, das alte Feuerwehrhaus Bokeloh sowie das Großzelt zur Verfügung“, sagte Ohlendorf. Dazu kommt, dass jeder „Bürgermeister“ der drei Zeltdörfer für jeweils sieben MTWs Sorge zu tragen habe. Weiter wurde eine Führungsstruktur gebildet sowie Maßnahmen bei Unwetter oder Brandereignissen berücksichtigt. Es wurde eigens ein Organigramm erstellt, auf dem die Zuständigkeiten abgebildet sind.