Großer Andrang beim Tag der Streuobstwiese in Wunstorf: Familien, Vereine und Initiativen gestalten ein buntes Programm rund um Natur, Imkerei und Artenvielfalt. Besucher informieren sich, probieren Honig und lernen die Bedeutung der Streuobstwiesen kennen.
Das Wetter spielte mit, da war die Freiluftveranstaltung bezüglich der Resonanz ein Selbstläufer. Auf jeden Fall war Organisatorin Anna-Maria Rösner von der Streuobst AG des Heimatvereins Wunstorf total begeistert. „Ich bin überwältigt“, sagte sie unserer Zeitung. Eltern mit ihren Kindern „strömten“ zum Tag der Streuobstwiese auf den Jahnplatz/Bouleplatz. Gäste der Veranstaltung waren die stellvertretende Bürgermeisterin Kirsten Riedel und Wunstorfs Ortsbürgermeister Thomas Silbermann. Sie hoben Streuobstwiesen als wertvolle Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten hervor. Es war ein buntes Programm, das auf die zahlreichen Besucher wartete. „Die Kooperation - gemeinsam gestaltet mit den Wunstorfer Imkern, dem Lese- und Kulturfestival, dem Kunstverein sowie dem Mehrgenerationenhaus und der Jugendfeuerwehr Wunstorf - hat sehr gut geklappt“, so Rösner. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der ökologischen Vielfalt, regionalen Tradition und lebendigen Gemeinschaft.
Unter anderem informierte der Imkerverein über Wissenswertes rund um die Imkerei, es konnte auch Honig probiert werden. Die Vorsitzende des Imkervereins, Sigrid Unkel, berichtete von 120 Imkern in Wunstorf. Viel Wert werde auf die Nachwuchsarbeit gelegt, jeden Sonnabend gibt es einen Lehrbienenstand auf der Streuobstwiese in der Mühlenkampstraße zu sehen. Susanne Kirsch von der Streuobst AG des Heimatvereins stellte alte (zum Beispiel ein Berlepsch) und neue Apfelsorten vor, die für die meisten Allergiker geeignet seien, es konnte auch probiert werden. Wer wollte, konnte gegen eine Spende Erdbeerpflanzen, veredelte Obstbäume oder auch Blumenpflanzen mitnehmen. Ein besonderer Anziehungspunkt für die Jüngsten war der Erklärbaum, mit ihm wird die Natur verständlich rübergebracht. Spannende Einblicke in die Welt der Wildbienen gab Jakob Grabow-Klucken vom BUND. Wer mehr über das Leben der Wildbienen wissen möchte, kann sich beim BUND unter 0511/9656912 oder www.bund-niedersachsen.de/Wildbienen informieren. Auch gibt es eine Broschüre mit dem Titel „Wildbienen ein Zuhause geben“.
Die Streuobst AG des Heimatvereins lädt am 27. Juni zur „Woche der Natur“ auf die Streuobstwiese in der Mühlenkampstraße von 14 bis 18 Uhr ein. Thema ist „Im Blütenrausch, Schmetterlinge und Honigbienen“.