„Nächste Runde bitte einen Becher Wasser“, bestellte Robert Wyszka an der Verpflegungsstelle. Rund 90 Sekunden später kommt der Führende das nächste Mal vorbei und erhält das gewünschte Getränk - wie andere Starter auch. Die fast persönliche Betreuung beim 3. Wilhelmstein-Marathon lässt kaum Wünsche offen. Bei knapp 60 Läufern ist das auch eine überschaubare Aufgabe. „Ein bisschen verrückt sein muss man ja schon, wenn man hier mitmacht“, sagte Veronika Burmeester. Eigentlich war die Hessin mit dem Auswanderer gekommen, um sich die Inselfestung anzusehen. Dass ein Marathon rundherum stattfindet, merkte sie erst beim Betreten des künstlichen Eilands. „Ein bisschen Anfeuern hilft ja bestimmt“, kommentierte sie ihr Klatschen und Rufen.
Wyszka siegte am Ende in 3:10:32 Stunden, angesichts vieler Überholvorgänge auf der gut 350 Meter kurzen Runde, die 120-mal zu absolvieren war, eine mehr als achtbare Leistung. Schnellste Frau war Laura Niermeyer in 3:49:09 Stunden. Als einziger (erkennbarer) Finisher aus Neustadt benötigte Thorsten Butschbach von der Otternhagener Endurance Crew 5:07:35 Stunden. Laut Ausrichter Michael Neumann könnte es das Event im kommenden Jahr zum vierten Mal geben: „Wir besprechen uns nochmal, aber auch ein Halbmarathon oder eine Staffelveranstaltung sind denkbar.“