In Anlehnung an die Beschlussempfehlung des Verwaltungsausschusses vom 11. Mai wurde vom Rat der Stadt am 20. Mai mit 33 Ja und fünf Nein beschlossen: Die Verwaltung wird beauftragt, die Weiterentwicklung des trimodalen Logistikstandortes Gewerbegebiet Wunstorf-Süd unter Berücksichtigung der alternativen Gleisplanung aktiv weiter voranzutreiben. Es wird angestrebt, dass die östlich der Adolf-Oesterheld-Straße anzusiedelnden Gewerbe- und Logistikbetriebe den zu bauenden Gleisanschluss und die neu entstehende Umschlaganlage am Mittellandkanal nach deren jeweiliger Fertigstellung nutzen. Die Verwaltung wird beauftragt zu gegebener Zeit, für die alternative Gleisplanung Stellungnahmen für die veränderte Gleisführung von Naturschutzverbänden, der Entwicklungsgesellschaft, dem Bauernverband und weiteren betroffenen Institutionen einzuholen und zu bewerten.
Ratsherr Klaus-Jürgen Maurer (FDP) habe erhebliche Zweifel an einem reibungslosen Betrieb, er bat darum, genaue Informationen von Experten einzuholen und stellte dazu einen Antrag, der allerdings bei einer Ja- und 37 Nein-Stimmen abgelehnt wurde. Martin Ehlereding (SPD) betonte, dass die große Chance bestehe, mehr Güter vom Lkw auf die Schiene zu verlagern. Karl-Peter Philipps (CDU) erläuterte, warum die Ortsräte Kolenfeld und Luthe der Vorlage nicht zugestimmt haben. Es hätte neben der Schiene auch die Wasserkante mit berücksichtigt werden müssen. Binnenschiffe auf dem Mittellandkanal könnten auch Container befördern und somit zur Entlastung des Lkw-Verkehrs beitragen. Durch die Gleisanlagen würde ein enormer Flächenbedarf entstehen. Wilhelm Bredthauer (SPD) stimmte der Meinung von Philipps zu, er sieht die Entscheidung aber als eine Option für einen trimodalen Standort an. Es sei ein Signal an die DB, die Maßnahme zu prüfen.