Drei Tage Ausbildung | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Drei Tage Ausbildung

Dienststelle in Wunstorf: Helfer verladen Ausrüstung. (Foto: Johanniter)
Dienststelle in Wunstorf: Helfer verladen Ausrüstung. (Foto: Johanniter)
Dienststelle in Wunstorf: Helfer verladen Ausrüstung. (Foto: Johanniter)
Dienststelle in Wunstorf: Helfer verladen Ausrüstung. (Foto: Johanniter)
Dienststelle in Wunstorf: Helfer verladen Ausrüstung. (Foto: Johanniter)

Ehrenamtliche Johanniter aus Wunstorf, Ronnenberg und Langenhagen haben gemeinsam den Ernstfall geprobt und ihre Helfendengrundausbildung im Bevölkerungsschutz abgeschlossen. Fast 40 Frauen und Männer aus den drei Ortsverbänden kamen für eine mehrtägige Ausbildung zusammen. Zunächst lernten 16 Ehrenamtliche in der Johanniter-Dienststelle in Wunstorf an zwei Wochenenden die Grundlagen des Bevölkerungsschutzes. Dazu gehörten unter anderem der Aufbau von Zelten, der Betrieb von Stromgeneratoren, die Ladungssicherung sowie der Umgang mit der umfangreichen Ausrüstung auf Gerätewagen Sanität und Betreuung.

Hilfsorganisationen wie die Johanniter-Unfall-Hilfe stellen im Notfall unterschiedliche Einheiten, darunter Rettungshundestaffeln, Transport- und Verpflegungsgruppen oder die Psychosoziale Notfallversorgung. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Einsatzzüge Sanität und Betreuung, die unter anderem Behandlungsplätze für Verletzte aufbauen und betreiben.

Realistische Übung in Bad Nenndorf

Den praktischen Höhepunkt bildete eine groß angelegte Übung auf dem THW-Trainingsgelände in Bad Nenndorf. Dort parkte ein kompletter Sanitäts- und Betreuungszug mit Lastwagen, Führungsfahrzeugen und Mannschaftstransportwagen auf dem Gelände. Das angenommene Szenario: ein Hauseinsturz mit zahlreichen Betroffenen. Vorauskräfte erkundeten die Lage, anschließend bauten die Einsatzkräfte drei Zelte auf und bereiteten diese für die medizinische Versorgung von Verletzten vor. Die Ortsverbände Wunstorf-Steinhuder Meer und Langenhagen stellten jeweils einen Einsatzzug, unterstützt durch ausgebildete Ehrenamtliche des Ortsverbandes Ronnenberg-Deister.

Verstärkt wurde die Übung durch acht Einsatzkräfte des Johanniter-Regionalverbandes Lippe-Höxter aus Nordrhein-Westfalen. Parallel endete am selben Tag ein Lehrgang der Johanniter Akademie Hannover zur Leitungskraft in der Realistischen Unfalldarstellung. Dessen Teilnehmer sorgten mit geschminkten Verletzten für besonders realistische Bedingungen. Mehrere Stunden lang arbeiteten die Helfer unter Einsatzbedingungen auf dem Gelände mit künstlichen Schutthaufen und Hausruinen. Ihre Aufgabe bestand in der Lebenserhaltung, Erstversorgung und Vorbereitung der Verletzten für den Transport in Kliniken.

Vorbereitung auf reale Einsätze

„Bei Sanitätsdiensten auf Veranstaltungen lernen wir immer dazu, aber diese Grundausbildung für den Bevölkerungsschutz ist ein tolles Format“, sagte der Ronnenberger Johanniter Michael Matthey. Die Ausbildung bereite unter anderem auf Evakuierungen nach Bombenfunden oder auf Hochwasserlagen wie rund um Weihnachten 2023 in der Region Hannover vor. Ausbildungsleiter Jonas Tumbrinck aus Wunstorf zeigte sich zufrieden: „Alle Verbände haben sehr gut zusammengearbeitet. Dieses gemeinschaftliche Lernen und Üben wollen wir weiter fortsetzen.“


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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