Sanfter Start in den Alltag | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Sanfter Start in den Alltag

Fortbildung (v.li.): Sandra Stegemann (Einrichtungsleitung Abenteuerland), Dozentin Diana Dettke und Jennifer Bergmann (stellvertretende Einrichtungsleitung Zwergenwelt). (Foto: privat)
Fortbildung (v.li.): Sandra Stegemann (Einrichtungsleitung Abenteuerland), Dozentin Diana Dettke und Jennifer Bergmann (stellvertretende Einrichtungsleitung Zwergenwelt). (Foto: privat)
Fortbildung (v.li.): Sandra Stegemann (Einrichtungsleitung Abenteuerland), Dozentin Diana Dettke und Jennifer Bergmann (stellvertretende Einrichtungsleitung Zwergenwelt). (Foto: privat)
Fortbildung (v.li.): Sandra Stegemann (Einrichtungsleitung Abenteuerland), Dozentin Diana Dettke und Jennifer Bergmann (stellvertretende Einrichtungsleitung Zwergenwelt). (Foto: privat)
Fortbildung (v.li.): Sandra Stegemann (Einrichtungsleitung Abenteuerland), Dozentin Diana Dettke und Jennifer Bergmann (stellvertretende Einrichtungsleitung Zwergenwelt). (Foto: privat)

Die Johanniter-Kindertageseinrichtungen „Abenteuerland“ und „Zwergenwelt“ entwickeln ihre Eingewöhnungskonzepte weiter und setzen dabei künftig stärker auf die Bedürfnisse der Kinder. Im Mittelpunkt steht die sogenannte partizipatorische Eingewöhnung, die den Übergang in den Kita-Alltag individueller und kindorientierter gestalten soll.

Der Beginn der Kita-Zeit ist für Kinder und Eltern gleichermaßen ein bedeutender Schritt. Mit dem neuen Ansatz sollen Kinder diesen Prozess nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten. Sie entscheiden – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – selbst über Tempo, Nähe und Distanz zu den pädagogischen Fachkräften und ihren Eltern. Maßgeblich sind dabei die Signale der Kinder, ihr Verhalten und ihr individuelles Sicherheitsbedürfnis. „Der gemeinsame Weg zur partizipatorischen Eingewöhnung ermöglicht einen guten Start für jedes Kind in der Kita“, sagte Diana Dettke aus dem Fachbereich Kindertagesstätten, die die Fortbildung leitete.

Fachlicher Austausch und Praxisbezug

Bei einem pädagogischen Nachmittag kamen die Teams beider Einrichtungen zusammen, um sich intensiv mit dem neuen Ansatz auseinanderzusetzen. Zu Beginn erhielten die Fachkräfte fachlichen Input zu den theoretischen Grundlagen. Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung von Partizipation in der Eingewöhnung und um bestehende pädagogische Konzepte. Im Anschluss stand der Praxisbezug im Vordergrund. Die Teilnehmer reflektierten ihre bisherigen Erfahrungen aus dem Kita-Alltag und setzten diese in Beziehung zum Berliner Eingewöhnungsmodell. Der Austausch zwischen den beiden Einrichtungen wurde dabei als besonders bereichernd empfunden.

Feinfühlige Begleitung stärkt Bindung

Die partizipatorische Eingewöhnung beruht auf einer sensiblen Beobachtung der Kinder. Pädagogische Fachkräfte reagieren flexibel auf individuelle Signale und passen den Ablauf entsprechend an. So erleben Kinder von Beginn an, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden. Dies stärkt ihre Selbstwirksamkeit und fördert eine stabile Bindung zur Einrichtung. Auch die enge Zusammenarbeit mit den Eltern trägt zu einem gelungenen Übergang bei. In den kommenden Monaten arbeiten die Teams in Einzel- und Gruppenphasen weiter an der Umsetzung des Konzepts. Ziel ist es, die partizipatorische Eingewöhnung fest im Kita-Alltag zu verankern und als Bestandteil einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung zu etablieren. Die Rückmeldungen aus der Fortbildung fielen durchweg positiv aus.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
north