Entscheidung vertagt | Wunstorfer-Stadtanzeiger

16.04.2026 09:24

Entscheidung vertagt

Beispielskizze: So könnten die Elemente eines Parcoursparks aussehen.  (Foto: Stadt Wunstorf)
Beispielskizze: So könnten die Elemente eines Parcoursparks aussehen. (Foto: Stadt Wunstorf)
Beispielskizze: So könnten die Elemente eines Parcoursparks aussehen. (Foto: Stadt Wunstorf)
Beispielskizze: So könnten die Elemente eines Parcoursparks aussehen. (Foto: Stadt Wunstorf)
Beispielskizze: So könnten die Elemente eines Parcoursparks aussehen. (Foto: Stadt Wunstorf)

Das Jugendparlament wünscht sich einen Parcourspark mit Geräten und Elementen, um verschiedene Trainingsformen zu ermöglichen. Mögliche Standorte und Kosten sorgen allerdings für Diskussionen. Am Mittwochabend (15. April) hat sich der Ortsrat mit einer Vorlage der Verwaltung befasst, konnte sich aber nicht zu einer klaren Entscheidung durchringen. Zwar hatte die Verwaltung vorgeschlagen, den ursprünglich geplanten Calisthenicspark zu einer kombinierten Calisthenics- und Parcoursanlage zu erweitern und dafür zusätzliche Mittel bereitzustellen, im Ortsrat stieß dieser Ansatz jedoch nicht auf uneingeschränkte Zustimmung. Insbesondere die Gesamtkosten von rund 250.000 Euro wurden von mehreren Ratsmitgliedern als zu hoch bewertet (bislang sind 85.000 Euro im Haushalt bewilligt). Deutlich machte der Ortsrat, dass eine Zustimmung allenfalls dann denkbar sei, wenn eine Förderung – etwa über das Leader-Programm – tatsächlich zustande komme.

Auch die vorgeschlagene Fläche zwischen Barnestadion und dem Wunstorf Elements wurde im Gremium kritisch hinterfragt. Zwar war dieser Standort nach Angaben der Verwaltung mit dem Jugendparlament abgestimmt worden, was Jugendbürgermeister Max Twardowski auf Nachfrage dem Gremium bestätigte, dennoch wollte der Ortsrat hier noch keine abschließende Entscheidung treffen. Die Standortfrage wurde vertagt, damit die Fraktionen das Thema intern weiter beraten können. In der Diskussion zeichnete sich zeitweise eine gewisse Tendenz zugunsten des Bolzplatzes am Barnewald ab. Mehrere Ortsratsmitglieder verwiesen darauf, dass diese Fläche ihrer Einschätzung nach nur noch wenig genutzt werde und daher für ein solches Projekt geeignet sein könnte. Gleichzeitig wurde aber auch auf mögliche Nutzungskonflikte hingewiesen, die an diesem Standort entstehen könnten. Zudem müsste man für einen Gerätepark Teile der Grünfläche versiegeln. Genau das will man aus Sicht der Verwaltung aber vermeiden und suchte daher bewusst nach Orten, die bereits gepflastert sind.

Jugendbürgermeister Max Twardowski stellte in der Sitzung zudem klar, dass es aus Sicht der Jugendlichen nicht um eine Entweder-oder-Entscheidung zwischen Calisthenicspark und Parcoursanlage gehe. Ziel sei vielmehr eine Kombination aus beiden Angeboten, die unterschiedliche Trainingsformen ermögliche und einen größeren Nutzerkreis anspreche. Eine Entscheidung über den Standort fiel im Ortsrat noch nicht, die Verwaltung erhielt aber grünes Licht für die Beantragung von Fördermitteln. Die Beratungen sollen in den Fraktionen fortgesetzt werden, bevor das Thema erneut auf die Tagesordnung kommt. Parallel stehen in den kommenden Wochen weitere Beratungen in den städtischen Fachausschüssen an.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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