In Wunstorf geht der bundesweite Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen!“ in den Endspurt. Die Stadt ruft dazu auf, sich noch bis zum 31. Juli mit eigenen Projekten zu beteiligen. Zahlreiche Flächen blühen bereits, doch auch kurzfristige Maßnahmen können noch eingereicht werden. Ob bepflanzter Balkon, umgestalteter Vorgarten oder kleine Blühfläche: Schon einfache naturnahe Strukturen bieten Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer. Auch Totholzhaufen, Sandlinsen oder heimische Stauden tragen zur Artenvielfalt bei. Wichtig ist, die Umgestaltung mit Fotos zu dokumentieren und mit einer kurzen Beschreibung im Wettbewerbsportal hochzuladen.
Die Stadt beteiligt sich selbst am Wettbewerb und hat die Anlage eines Totholzhaufens, einer Sandlinse sowie einer Blühwiese an der Kolenfelder Straße eingereicht. Damit will die Verwaltung zeigen, wie öffentliche Flächen Schritt für Schritt naturnäher gestaltet werden können. „Naturnahe Flächen entstehen nicht immer von heute auf morgen – und beim Anlegen neuer Blüh- und Kräuterflächen läuft auch mit neuen Saatgutmischungen nicht immer alles sofort nach Plan“, sagt Saskia Behnsen vom Fachdienst Stadtgrün. Entscheidend sei, genau hinzuschauen, Erfahrungen zu sammeln und Maßnahmen anzupassen. Natur brauche Zeit, sowohl auf öffentlichen Flächen als auch im privaten Garten. Klimaschutzmanagerin Svenja Puls betont: „Gerade zum Endspurt möchten wir noch einmal motivieren: Es muss nicht die große Umgestaltung sein. Auch kleine Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag und sollten unbedingt eingereicht werden.“
Das Themenregal zur Artenvielfalt in der Stadtbibliothek wurde von den Besuchern gut angenommen. Ursprünglich nur bis Ende Mai geplant, blieb es aufgrund der hohen Nachfrage einen Monat länger bestehen. Die Resonanz zeigt nach Einschätzung der Stadt, dass das Thema viele Menschen beschäftigt. Die Bücher stehen weiterhin im Bestand der Bibliothek zur Ausleihe bereit. Ergänzend können Interessierte entsprechende Titel über die digitale Bibliothek „Onleihe Niedersachsen“ nutzen.
Die Teilnahme am Wettbewerb ist unkompliziert: Fläche auswählen, Ausgangszustand festhalten, umgestalten und anschließend Fotos sowie eine kurze Beschreibung online einreichen. Auch Projekte, die bereits im Herbst 2025 begonnen wurden, sind zugelassen.