Die vier Kirchenkreise Grafschaft Schaumburg, Neustadt-Wunstorf, Nienburg und Stolzenau-Loccum bereiten die Grundlagen für einen möglichen gemeinsamen Kirchenkreis „Leine-Mittelweser“ vor. Die vier Kirchenkreissynoden sollen im November 2026 beraten, ob sie einen gemeinsamen Antrag an das Landeskirchenamt in Hannover stellen. Mehrere Arbeitsgruppen klären bis Oktober zentrale Fragen: Wie groß sollen Synode und Kirchenkreisvorstand werden? Wie werden Finanzen, Regionen, Amtsbereiche und Zuständigkeiten geordnet? Wie können Leitungsstrukturen verschlankt werden, damit möglichst viele Ressourcen vor Ort bleiben? Wie kann durch eine Fusion die Zukunft der Kitas, der Diakonie und der Lebensberatung gestärkt werden? Wie bleibt eine gemeinsame Mitarbeitervertretung stark und handlungsfähig?
Der Prozess folgt dem Gedanken, frühzeitig zu handeln: Noch gibt es Gestaltungsspielraum, finanzielle Mittel und ausreichend hauptamtliche Mitarbeitende. Diese Zeit soll genutzt werden, um die Kirche angesichts sinkender Mitgliederzahlen, knapper werdender Mittel und veränderter Personalressourcen zukunftsfähig aufzustellen. „Wir sind bewegt von der Bereitschaft und dem großen Engagement vieler Ehren- und Hauptamtlicher, sich konstruktiv für das Zusammenwachsen einzusetzen“, heißt es dazu aus dem Superintendent:innen-Team. Für Montag, 14. und Donnerstag, 17. September sind jeweils von 18.30 bis 20 Uhr digitale Informationsabende geplant, in denen die Superintendenten der vier Kirchenkreise über den aktuellen Stand informieren und ins Gespräch kommen. Wenn die Synoden im November zustimmen und das Landeskirchenamt positiv entscheidet, könnte der neue Kirchenkreis nach aktuellem Plan zum 1. Januar 2028 entstehen.