Vor einem gut gefüllten Forum Stadtkirche präsentierte die Mediengruppe der IGS Wunstorf ihre selbst produzierten Kurzfilme. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Ergebnisse des mehrmonatigen Projekts erstmals öffentlich zu erleben. Gleich zu Beginn lobte die Didaktische Leitung der IGS, Jennifer Kungel, das große Engagement und die beeindruckende Ausdauer der Jugendlichen. In enger Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Wunstorf entwickelten die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung der beiden Fachlehrkräfte Christina Nur und Christian Bärmann eigene Ideen, recherchierten historische Hintergründe, verfassten Drehbücher und setzten diese filmisch um. Nach einem halben Jahr intensiver Arbeit konnten die jungen Filmemacher nun stolz ihre vielfältigen Beiträge vorstellen – von humorvollen Blickwinkeln bis hin zu eindrucksvoll erzählten historischen Momenten.
Über ihre Arbeit gaben Christina Nur sowie die Schüler Pia Wöhlert und Luca Ehlers aus der zehnten Klasse ein Interview: „Der Heimatverein ist an unsere Schule herangetreten, weil wir Praxis in der Filmbildung haben. Gewünscht wurde, dass Schüler aus dem Wahlpflichtkurs Berufsorientierung Medien in Kurzfilmen über die Stadtgeschichte und Gebäude mehrere Kurzfilme drehen“, sagte Nur. „Ich war in einer kleinen Gruppe, wir befassten uns mit dem Thema Schützenfest in Wunstorf. Überrascht war ich, wie lange es schon Schützenfeste in der Stadt gibt“, sagte Ehlers. „Ich beschäftigte mich mit dem Brandstifter in der Stadt, dessen Kopf an der Marktkirche in einem Korb aufgehängt wurde. Es ist eine spannende Geschichte, im Vorfeld hatte ich bereits Informationen“, so Wöhlert. „Das große Publikumsinteresse zeigte eindrucksvoll, wie sehr das Thema Wunstorf auch die jüngere Generation bewegt“, berichtete Dieter Kohser vom Heimatverein. Er würdigte die originellen Ansätze der Filme und das bemerkenswerte Engagement der Jugendlichen, die mit ihren kreativen Sichtweisen frischen Wind in die Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte bringen.