Die Sanierung des Mineralbades in Lauenau ist nach rund zweijähriger Bauzeit abgeschlossen. Damit konnte die Einrichtung in einer mit geladenen Gästen vollzogenen kleinen Feierstunde offiziell Wiedereröffnet und zur unmittelbaren Nutzung freigegeben werden.
Gemeinsam mit Markus Jacobs, Gemeindedirektor des Fleckens Lauenau, Michaela Ebert, Leitung des Bäderteams der Samtgemeinde Rodenberg, Bürgermeister Wilfried Mundt, Leonie Stemme, stellvertretenden Fachbereichsleiterin für Bildung und Soziales sowie Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers (SPD) wurde das Rote Band zur Eröffnung am Eingang des Mineralbades durchschnitten.
Das Besondere sind jetzt vor allem die neuen Umkleideräumlichkeiten, Sanitäranlagen sowie betriebliche Einrichtungen, einschließlich eines Seminarraumes, der in Zukunft auch für die Belange der DLRG, vor allem für Erste-Hilfe-Schulungen und für die Rettungsschwimmausbildungen zur Verfügung steht. Möglich wurde die Sanierung insbesondere durch finanzielle Bundesförderung.
„Wir haben als Bund eine knappe Million Euro zur Verfügung gestellt, damit Sie dieses Bad sanieren können“, erklärte Bundestagsabgeordnete Völlers, und unterstrich gleichzeitig die Bedeutung der Förderung: „Wir brauchen Schwimmbäder, um Schwimmfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen herzustellen. Wir brauchen Schwimmbäder, damit die Bevölkerung sich erholen, Sport treiben kann, damit Freizeiträume im Nahbereich geschaffen werden und nicht weit durch die Gegend gefahren werden muss.“
Demgegenüber stehe die Erfahrung des Schwimmbadsterbens in Deutschland, fügte sie an. „Nicht jede Kommune kann das mehr finanzieren.“ Daher dankte Völlers besonders den kommunalen Vertretern – zuständig hierfür ist der Rodenberger Samtgemeinderat – „die Ja dazu gesagt haben, beide Bäder in Rodenberg und Lauenau zu behalten. Das ist ein wichtiges Zeichen für die Bevölkerung. Und wenn wir das dann als Bund mit unserem Geld mit unterstützen können, ist das, glaube ich, ein gutes Zeichen“.
Krankheitsbedingt konnte Dr. Thomas Wolf als Samtgemeindebürgermeister die Wiedereröffnung nicht durchführen. Der Lauenauer Bürgermeister Wilfried Mundt übernahm diese Aufgabe für ihn. Er begrüßte die kleine Gästerunde mit Vertretern der Kommunalpolitik, Verwaltung, der Mitarbeitenden im Freibad und der Firmen, die an der Sanierung beteiligt waren. Ebenso eine Abordnung vom DLRG.
Mundt teilte in seiner Ansprache eine positive Nachricht des erkrankten Samtgemeindebürgermeisters mit, was mit Beifall der Gäste belegt wurde. Mundt verlas eine entsprechende E-Mail von Wolf, in der es heißt: „Nach Rücksprache mit dem Bauamt muss ich meine Aussage zu den Kosten korrigieren. Die von mir genannten Kosten sind nicht richtig und werden nach den erteilten Aufträgen voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen. Eine verlässliche Kostenschätzung ist derzeit nicht möglich, weil noch keine Schlussrechnung vorliegt.”
Wolff sprach zuvor gegenüber dieser Zeitung von Mehrkosten (Schaumburger Wochenblatt, 1. August 2026) in Höhe von einer Million Euro.
Mundt dankte der Verwaltung, die entsprechende Förderanträge ausgearbeitet und auch gestellt habe. „Diese Förderanträge waren letztendlich die Basis für einen Förderbescheid hinsichtlich der Bundesmittel, die wir in Höhe von rund einer Million Euro erhalten haben, bei Baukosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro.“ Mundt dankte der Bundestagsabgeordneten Völlers für ihren Einsatz, damit die Fördermittel schließlich bewilligt wurden.
Mundt weiter: „Ich hoffe – und das meine ich tatsächlich ernst –, dass wir auch Fördermittel für das Freibad in Rodenberg erhalten, um dieses zeitnah und schick zu sanieren.“
Für die DLRG Lauenau kann jetzt wieder der Trainingsbetrieb beginnen. Ihre Freude darüber brachte die DLRG mit einem Geschenk für die Verwaltung zum Ausdruck. Jugendvorsitzender Jonah Liewald überreichte einen Gutschein für einen Erste-Hilfe-Kurs an die Verwaltung sowie das Schwimmbadteam. Dieser soll in dem neu eingerichteten Seminarraum stattfinden.