Bauverein stößt Dialog an | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Bauverein stößt Dialog an

Ortstermin am Bahnhof: Mit Entscheidungsträgern im Rahmen der Quartiersentwicklung Oststadt.  (Foto: gi)
Ortstermin am Bahnhof: Mit Entscheidungsträgern im Rahmen der Quartiersentwicklung Oststadt. (Foto: gi)
Ortstermin am Bahnhof: Mit Entscheidungsträgern im Rahmen der Quartiersentwicklung Oststadt. (Foto: gi)
Ortstermin am Bahnhof: Mit Entscheidungsträgern im Rahmen der Quartiersentwicklung Oststadt. (Foto: gi)
Ortstermin am Bahnhof: Mit Entscheidungsträgern im Rahmen der Quartiersentwicklung Oststadt. (Foto: gi)

Der Wunstorfer Bauverein kümmert sich um sicheres Wohnen bei Bestandsbauten als auch Neubauten. Vor wenigen Monaten wurde mit der Stadt ein Präventionsarbeitskreis „Quartiersentwicklung Oststadt“ gegründet. Dazu gehöre auch der Umbau des Bahnhofes Wunstorf, er soll ein „Zukunftsbahnhof“ werden. Wie lässt sich der Bahnhof sicherer, barrierefreier und attraktiver gestalten? Zu dieser Frage lud der Bauverein an den Standort Vertreter von DB Sicherheit, Bundespolizei, Bahnhofsmanagement, Landespräventionsrat, PI Garbsen (die Polizei Wunstorf entschuldigte sich), Stadt Wunstorf, sowie den Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen ein.

Hier gibt es jetzt Zugtickets und Reiseberatung: Ehemalige Fahrradstation am Bahnhof. (Foto: privat)

Verkaufsstelle verlegt

Die Verkaufsstelle der S-Bahn Hannover hat wegen des Umbaus des Bahnhofsgebäudes einen neuen Standort bezogen. Fahrgäste erhalten dort weiterhin persönliche Beratung, Fahrkarten für Nah- und Fernverkehr sowie zahlreiche Serviceleistungen rund um Kunden- und Netzkarten.

Ziel der fachübergreifenden Begehung war es, bestehende Herausforderungen frühzeitig zu bewerten und konkrete Anregungen in die weiteren Planungen einzubringen. Im Blickpunkt standen Sicherheit, Sauberkeit, Barrierefreiheit und eine übersichtliche Verkehrsführung. Positiv bewertet wurden die derzeit durch die Stadt Wunstorf entstehenden öffentlichen Toiletten sowie die geplante Modernisierung des Bahnhofs und des Bahnhofsgeländes. Dazu gehören für einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkt mit täglich weit über 10.000 Reisenden und Pendlern die geplante Aufwertung der Bahnsteige und die Erneuerung der Aufzüge bis 2029. Bürgermeister Carsten Piellusch und Ortsbürgermeister Thomas Silbermann begrüßen die Initiative des Bauvereins.

Sicherheitsaspekte

Ein zentrales Thema war die Prävention: Werden Sicherheitsaspekte bereits in der Planungsphase berücksichtigt, lassen sich spätere Nachbesserungen vermeiden und nachhaltige Lösungen schaffen. Die breite Beteiligung unterstrich das gemeinsame Interesse an einer vorausschauenden und wirksamen Gestaltung. „Der Bahnhof ist für viele Menschen das Tor zur Stadt. Deshalb müssten Sicherheit und Prävention von Beginn an Bestandteil der Planung sein. So können Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und sichere Wege sinnvoll miteinander verbunden und kostspielige Nachbesserungen vermieden werden“, erklärte Kathrin Tietz, Vorständin des Wunstorfer Bauvereins. Angesprochen wurde unter anderem eine verstärkte Kameraüberwachung, die Aufstellung von zusätzlichen Bänken, der Grünbereich vor der Bahnhofsmitte (Hindenburgstraße) und auch die zahlreichen „Fahrradleichen“, die sollten mehr als einmal im Jahr entsorgt werden. In der Diskussion war der Tunnel zu den Bahnsteigen und den Ein- und Ausgängen, hier können Radfahrer durchfahren, bislang habe es keine nennenswerten Probleme mit Reisenden gegeben.

„Ein sicherer und zukunftsfähiger Bahnhof ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Tragfähige Lösungen entstehen, wenn alle Beteiligten ihre Erfahrungen und Zuständigkeiten zusammenführen“, ergänzte Jost Kemmerich, Vorstand des Wunstorfer Bauvereins. Die Beteiligten vereinbarten, zentrale Maßnahmen und offene Prüfaufträge festzuhalten und sie nachzuverfolgen. „Wir danken allen Beteiligten für den konstruktiven Austausch, die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Bedürfnisse der Nutzer sowie die Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität frühzeitig in die Modernisierungsplanung einzubeziehen“, sind sich Tietz und Kemmerich einig.

Umbau Bahnhof

Die Bahn investiert rund 9 Millionen Euro in Umbau und Modernisierung des Empfangsgebäudes. Bis Dezember 2027 stehen folgende Arbeiten auf dem Plan:

  • Denkmalschutzgerechte Dachsanierung mit energetischer Ertüchtigung und der Installation einer PV-Anlage
  • Denkmalschutzgerechte Fassadensanierung
  • Denkmalschutzgerechter Austausch von Fenstern und Außentüren
  • Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung (Elektro, Sanitär)
  • Umstellung der Heizungsanlage auf einen neuen Energieträger (Wärmepumpen statt Erdgas)
  • Einbau eines taktilen Blindenleitsystems
  • Überarbeitung des Brandschutzkonzeptes

Von Anfang 2027 bis Anfang 2029 werden zudem die Aufzüge zu den Bahnsteigen ausgetauscht, unter anderem um dem vermehrten Transport von Rädern gerecht zu werden. Dafür werden die Aufzugschächte vergrößert und Kabinen installiert, die bis zu zwei Räder aufnehmen können. Die Traglast steigt dann von derzeit 630 auf 1400 Kilogramm. Kostenpunkt rund 800.000 Euro. /tau


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)
Freier Journalist
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