Erinnern heißt wachsam sein | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Erinnern heißt wachsam sein

Ein Halteort des Gedenkzuges in Bad Nenndorf: Dr.-Ernst-Blumenberg-Platz. (Foto: gk)
Ein Halteort des Gedenkzuges in Bad Nenndorf: Dr.-Ernst-Blumenberg-Platz. (Foto: gk)
Ein Halteort des Gedenkzuges in Bad Nenndorf: Dr.-Ernst-Blumenberg-Platz. (Foto: gk)
Ein Halteort des Gedenkzuges in Bad Nenndorf: Dr.-Ernst-Blumenberg-Platz. (Foto: gk)
Ein Halteort des Gedenkzuges in Bad Nenndorf: Dr.-Ernst-Blumenberg-Platz. (Foto: gk)

Zum Gedenken an die Novemberpogrome, ihre Umstände, Täter und Opfer lädt das Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt e.V.“ in diesem Jahr unter dem Motto „Erinnern heißt wachsam sein” erneut alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein. Am Montag, 9. November, findet hierzu in Bad Nenndorf ein Zug der Erinnerung statt.

Die Gedenkfeier mit Musik und Gebeten beginnt um 16.30 Uhr in der Hauptstraße 27 (Höhe Bayernstadl) und bewegt sich entlang der Stolpersteine für Nenndorfer Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens durch die Fußgängerzone zum Haus Hauptstraße 14, in dem Dr. Blumenberg praktizierte. Sie führt weiter zur Parkstraße 8 / Ecke Harrenhorst, wo sich früher die Pension Adler befand, und endet am Dr.-Ernst-Blumenberg-Platz.

Die jährlich stattfindende öffentliche Veranstaltung soll an die nationalsozialistischen Novemberpogrome von 1938 erinnern.

Nationalsozialisten läuteten vor 88 Jahren in ganz Deutschland eine weitere Phase der systematischen Bedrängung und Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, indem Synagogen in Brand gesetzt, Läden jüdischer Inhaberinnen und Inhaber zerstört und geplündert sowie Juden öffentlich verprügelt und ermordet wurden.

In Bad Nenndorf selbst fanden diese Pogrome nicht statt – 1938 waren die jüdischen Einwohner Bad Nenndorfs bereits vertrieben worden, es gab also keinen Bedarf mehr für „ethnische Säuberungen“. „Das Feld war für Hitler und seine Anhänger bereits bestellt“, erklärt Jürgen Uebel als Vertreter der Organisatoren.

Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und Glaubensgemeinschaften, von Stadt und Samtgemeinde, der Zivilgesellschaft sowie Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bad Nenndorf, der IGS Rodenberg und der CJD-Schule Schlaffhorst-Andersen beteiligen sich mit Wort- und Musikbeiträgen.

Bei sehr schlechter Witterung findet die Gedenkfeier in der St.-Godehardi-Kirche statt.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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