Nur ihre Namen haben überlebt
Im Jahr 1925 hatte Wunstorf 4981 Einwohner. 69 Einwohner waren jüdischen Glaubens. Tätig waren sie als Kaufleute, Händler, Handwerker und Angestellte. Sie waren Arbeitgeber, Freundin oder Freund, engagierten sich in der Stadt, in Vereinen. Ihre Kinder besuchten zusammen mit christlichen Kindern überwiegend eine weiterführende Schule. Kurzum, sie waren fester Bestandteil der hiesigen Stadtgesellschaft. Während des Nationalsozialismus waren sie Verfolgung, Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt. Damit ihr Schicksal nicht in Vergessenheit gerät, hat der Arbeitskreis Erinnerungskultur im November 2024 damit angefangen, Stolpersteine mit ihren Namen an ihrem letzten bekannten Wohnort im Stadtgebiet zu verlegen. In den kommenden Ausgaben werden diese jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger vorgestellt. Im dritten Teil geht es um die Familie Kreuzer, Südstraße 32.