Zwecks Beratung behinderter Menschen und ihrer Angehörigen hatte die Stadt Wunstorf von 2017 bis Ende 2024 eine Kooperationsvereinbarung mit der Lebenshilfe Seelze. Anschließend wurden die Aufgaben umverteilt. Zur Zeit gibt es mehrere Beratungsangebote auf städtischer Ebene. Für Menschen mit einer bestehenden oder drohenden Teilhabebeeinträchtigung sowie für Menschen mit einer Behinderung einschließlich deren Angehörigen gibt es das Beratungsangebot der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Hier erhält man Beratung zu Themen wie Pflegegrade, Schulbegleitung, Verhinderungspflege oder Vorsorge. Außerdem erhält man Unterstützung bei der Stellung entsprechender Anträge. Die Beratung findet alle zwei Wochen montags in den geraden Kalenderwochen nach vorheriger Terminvereinbarung oder auch ohne Termin statt. Termine kann man unter 0151/67801030 sowie 0511/72529971 oder per E-Mail an eutb.garbsen-seelze@malteser.org vereinbaren. Für eine erste Beratung steht auch die städtische Sozialberaterin Jenny Müller unter 05031/101456 oder jenny.mueller@wunstorf.de zur Verfügung. Für Fragen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens steht auch Sylvia Thiel als Beauftragte der Region für Menschen mit Behinderung unter 0511/6160 zur Verfügung.
Außerdem ist die Stadt mit den Verfahrenslotsen der Region Hannover vernetzt. Bis zum 27. Lebensjahr unterstützen und begleiten sie junge Menschen mit (drohender) Behinderung. Sie sind erreichbar unter 0511/61626757 oder verfahrenslotsen@region-hannover.de. Gerade bei baulichen Angelegenheiten wie zum Beispiel der barrierefreien Gestaltung im öffentlichen Raum wird Thiel seitens der Verwaltung konsultiert. So wurde sie im vergangenen Jahr bei dem Architektenwettbewerb zur Umgestaltung der Fußgängerzone hinzugezogen. Bei der Neugestaltung der touristischen Hinweisschilder hat sie die Stadt ebenfalls beraten. Seit 2025 beteiligt die Stadt Thiel im Rahmen der Tiefbaumaßnahmen im ÖPNV-Bereich und im Verkehrsbereich. Hierzu gehört auch der Ausbau von Bushaltestellen.
Der Verwaltungsausschuss hat sich am Montag darauf verständigt, zur nächsten Ratsperiode einen ehrenamtlichen Beauftragten für Menschen mit Behinderung einzusetzen. Nach einem Jahr soll das evaluiert und entschieden werden, ob die Einrichtung eines Beirates sinnvoller ist. Damit sind zwei Anträge aus dem politischen Raum zu einem Kompromiss geeint worden.