Zukunft für Steinhude | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Zukunft für Steinhude

Mit Masterplan (v.li.): Martin Ehlerding, Phillip Nülle, Frank Löffler, Kristof Mertens, Florian Wulf und Nils Hoffmann. (Foto: tau)
Mit Masterplan (v.li.): Martin Ehlerding, Phillip Nülle, Frank Löffler, Kristof Mertens, Florian Wulf und Nils Hoffmann. (Foto: tau)
Mit Masterplan (v.li.): Martin Ehlerding, Phillip Nülle, Frank Löffler, Kristof Mertens, Florian Wulf und Nils Hoffmann. (Foto: tau)
Mit Masterplan (v.li.): Martin Ehlerding, Phillip Nülle, Frank Löffler, Kristof Mertens, Florian Wulf und Nils Hoffmann. (Foto: tau)
Mit Masterplan (v.li.): Martin Ehlerding, Phillip Nülle, Frank Löffler, Kristof Mertens, Florian Wulf und Nils Hoffmann. (Foto: tau)

Es soll endlich vorangehen in Steinhude. Themen gibt es in dem Fischerort, der gern als Wunstorfs Perle bezeichnet wird, genug. Diskutiert wird auch viel und immer wieder über dieselben Dinge (siehe die Steinhuder Debatten im Wunstorfer Stadtanzeiger), nur hat man mitunter das Gefühl, ständig auf der Stelle zu treten. Ein Gutachten folgt dem nächsten. Konkrete Umsetzung, meist Fehlanzeige oder erst später. Ganz so möchte das die SPD Wunstorf zwar nicht formulieren, dennoch schlägt die Partei einen Masterplan Zukunft Steinhude vor, der verschiedene Handlungsstränge zusammenbinden und mit klaren Schritten hinterlegen will. Am Mittwoch haben die Genossen ihren Plan der Presse vorgestellt.

„Wunstorf ohne Steinhuder Meer, das geht gar nicht“, sagt der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Martin Ehlerding. Das ist allen klar, doch die damit verbundenen Herausforderungen ließen sich nicht isoliert betrachten. Ökologie, Tourismus, Verkehr und die Entwicklung des Ortskerns gehörten untrennbar zusammen, berühren allerdings auch verschiedene Interessen. „Wir müssen diese Themen gemeinsam denken und bearbeiten“, so Ehlerding, der gleichzeitig auch Ortsbürgermeister von Großenheidorn ist. In Steinhude stellt die CDU die Ortsbürgermeisterin. Das will die SPD ändern. Kandidat für die Wahl am 13. September ist Nils Hoffmann, der im Ortsrat bereits für die Genossen spricht. Er sagt: „Steinhude braucht nicht noch eine weitere Debatte über einzelne Probleme. Wir brauchen einen gemeinsamen Fahrplan.“

Deshalb führe Hoffmann bereits zahlreiche Gespräche im Ort, um die Beteiligten einzubinden und mitzunehmen. Veränderungen sollen auf diese Weise behutsam vorangetrieben werden und am Ende, so die Hoffnung der Genossen, gelinge es vielleicht, den ein oder anderen gordischen Knoten durchzuschlagen. Beispiel Fußgängerzone: Die SPD will sie, um das Verkehrschaos im Ortskern endlich zu beenden, doch die Skepsis bei Anliegern ist groß. Im Laufe der Zeit habe die Überzeugungsarbeit dennoch Früchte getragen, sagt Hoffmann. Auf diesem Weg wolle man daher weitergehen. Von innen nach außen, so beschreibt der Masterplan die Richtung, in die es gehen soll. Für die Umsetzung des Leitfadens will sich die SPD zehn Jahre Zeit nehmen. Das soll jedoch kein Vorwand sein, um Entscheidungen aufzuschieben.

Vielmehr sollen erste Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden. Dazu gehört etwa die Einrichtung einer Projektsteuerungsgruppe, in der Stadt, Region, Land und weitere Akteure zusammenarbeiten und die Umsetzung wichtiger Maßnahmen voranbringen. Hoffmann und Ehlerding verweisen in diesem Zusammenhang auf ein kürzlich stattgefundenes Gespräch des Bürgermeisters mit Ministerpräsident Olaf Lies. In der Landesregierung sei demnach das Bewusstsein gewachsen, dem Steinhuder Meer mehr Priorität einzuräumen (wir berichteten hier) und entschlossen zu handeln, um es als wichtigen Natur- und Erholungsraum dauerhaft zu erhalten. Klar ist: Viele Aufgaben rund ums Meer betreffen unterschiedliche Zuständigkeiten. Alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, sei daher Grundvoraussetzung.

Damit ist aber noch nicht viel gewonnen. Entscheidend wird sein, dass aus Gesprächen auch verbindliche Beschlüsse erwachsen, die von allen Beteiligten mitgetragen und umgesetzt werden. Erst dann kann aus dem Masterplan auch tatsächlich Fortschritt für Steinhude entstehen.

Der Plan im Plan

Der Masterplan ist untergliedert in drei Handlungsfelder: Ökologie und Entschlammung, Wirtschaft und Tourismus sowie Ortskernentwicklung & Verkehr. Die Umsetzung soll in drei Phasen erfolgen. Phase I: 2026 bis 2027, Grundlagen und Finanzierung sichern. Phase II: 2026 bis 2030, Entschlammung und Pilotprojekte umsetzen. Phase III: 2030 bis 2035, Verstetigung und Evaluation.


    André Tautenhahn (tau)
    André Tautenhahn (tau)
    Freiberuflicher Journalist
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