Dass Steinhude viele Besucher hat, ist weithin bekannt. Dass jemand aber 30 Jahre lang seinen Urlaub in Steinhude verbringt, ist dann doch eher ungewöhnlich. Nicht ohne Stolz zeichnet der Verkehrsverein Steinhuder Meer solche Gäste gerne aus und entwickelt dabei auch gleich ein paar neue Ideen. Auf einen ersten Besuch folgten weitere. Mittlerweile verbringt das Ehepaar Pohlmann seit 30 Jahren seinen Urlaub in Steinhude. Ein Jubiläum, für das der Verkehrsverein immer eine kleine Aufmerksamkeit samt Urkunde bereit hält. Und so darf an diesem lauen Sommerabend Ulla Pohlmann einen Torkahn samt einer Flasche Steinhuder Meer Sekt aus den Händen des 1. Vorsitzenden Joachim Trautloff und der stellvertretenden Vorsitzenden Kirsten Schmid in Empfang nehmen.
Jeden Mittwoch veranstaltet der Verkehrsverein in der Saison einen Grillabend am Grillplatz. Ein Engagement, das Gäste und Einheimische zu schätzen wissen. Um dieses Angebot aufrecht zu erhalten, werden aber noch helfende Hände für die kommende Saison gesucht, wie Schmid im Gespräch anmerkt. Sichtbar wird das Engagement des Verkehrsvereins aber auch in Form der Himmelsliegen und der Weihnachtsbeleuchtung. Auch im Zuge der Diskussion zur Bettensteuer hat der Verkehrsverein Position bezogen. „Sie ist auf jeden Fall teurer als der bisherige Tourismusbeitrag”, so Trautloff. Für ihn ist die Umsetzung aufgrund des Buchungssystems in seinem Hotel ganz einfach. Dabei können sich Schmid und Trautloff aber auch vorstellen, dass gerade für kleinere Vermieter die Umsetzung nicht einfach und zeitaufwändig ist.
Ein Manko sehen sie in der Verschonung der Tagestouristen. Um sie wirklich über die Parkgebühren an den Kosten zu beteiligen und nicht nur die Übernachtungsgäste, müssten die Parkgebühren höher sein. Auch die Erhebung von Eintrittsgeld für die Badeinsel würden sie befürworten. Steinhuder könnten sich Blankotickets in der Steinhuder Meer Tourismus GmbH holen oder über den Personalausweis kostenlosen Eintritt erhalten. Der Eintritt sollte zweckgebunden erhoben werden. Für das nächste Jahr planen sie eine Gästekarte, für die sie noch Sponsoren und Teilnehmer suchen. Daran könnten sich auch Betriebe aus Wunstorf und rund um das Meer beteiligen. Auf jeden Fall soll sie ein Mehrwert für die Gäste sein.
Besonders am Herzen liegt ihnen aktuell die zur Diskussion stehende Einrichtung einer temporären Fußgängerzone im historischen Ortskern. Nach Rücksprache mit Einzelhändlern lehnen sie diese ab. Nach ihren Beobachtungen ist der Verkehr in den betroffenen Straßen nicht so stark. Gäste könnten also in Ruhe bummeln. Gerade für ältere Kunden ist es wichtig, dass sie mit dem Auto Geschäfte erreichen und dort auch möglichst parken können.