Der Ortspreis des Ortsrates wurde dem Lufttransportgeschwader (LTG) 62 in einer Feierstunde in der Aula der Otto-Hahn-Schule überreicht. „Unsere Stadt lebt auch von einer besonderen Verbindung, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Eine solche gibt es zwischen der Stadt und dem Lufttransportgeschwader 62“, sagte Ortsbürgermeister Thomas Silbermann. Den Ortspreis erhalte eine Institution, die weit über die Grenzen der Stadt in die ganze Welt hinausstrahlt, fest zu Wunstorf gehöre und zugleich ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft sei. „Dieser Ortspreis ist Ausdruck unserer Anerkennung, unseres Dankes und unserer Verbundenheit“, fuhr Silbermann fort. Der Fliegerhorst gehöre zum Bild Wunstorfs, und der A400M, mittlerweile sind es 53, sei für viele Menschen ein sichtbares Zeichen dieser besonderen Verbindung.
Dieser Ortspreis ist Ausdruck unserer Anerkennung, unseres Dankes und unserer Verbundenheit.
Das LTG 62 stehe für die Fähigkeit Deutschlands, Menschen und Material dorthin zu bringen, wo Hilfe, Unterstützung und Einsatzbereitschaft gebraucht werden. Die Bundeswehr erfülle ihre Aufgaben bei internationalen Verpflichtungen, bei humanitären Hilfen und bei der Unterstützung von Menschen in schwierigen Situationen. Diese Aufgaben verlangten Professionalität, Verlässlichkeit und ein hohes Maß an persönlichem Einsatz. Die Soldatinnen und Soldaten leisten ihren Dienst häufig fern der Heimat. Sie stärken mit Ihrem Einsatz auch das Ansehen der Stadt. Am 21. April 2016 gab es auf dem Fliegerhorst eine besondere Taufe: ein A400M wurde feierlich auf den Namen Wunstorf getauft und ist bis dato der einzige mit einem Städtenamen. „Auf dem Fliegerhorst arbeiten rund 2900 Menschen, bis zu 400 weitere Arbeitsplätze sind durch die Firma Airbus gesichert“, so der Ortsbürgermeister.
Er hob besonders das ehrenamtliche Engagement vieler Soldatinnen und Soldaten sowie ziviler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LTG hervor. Sie engagierten sich in Vereinen, bei Veranstaltungen, in der Nachbarschaft und für soziale Zwecke. Sie bringen sich ein, übernehmen Verantwortung. Seit zwei Jahren gibt es auf dem Fliegerhorst den Verein „Helfende Raben“, er sammelt Spenden unter anderem durch den Verkauf von Patches, um für wichtige Einrichtungen in und um Wunstorf zu unterstützen. „Dafür sagen wir heute ausdrücklich vielen Dank für Ihren Einsatz - nicht nur im Dienst, sondern auch für unsere Stadt“, sagte Silbermann. Das LTG leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Einsatzfähigkeit unseres Landes, trägt den Namen Wunstorf in die Welt, ist Teil der Stadtgesellschaft, engagiert sich ehrenamtlich, unterstützt Organisationen, Schulen, Vereine und wohltätige Institutionen und zeigt bei vielen Gelegenheiten, dass militärischer Dienst und bürgerschaftliches Engagement gut miteinander verbunden werden kann.
Silbermann überreichte Kommodore Markus Knoll eine Stele und ein Preisgeld von 500 Euro. „Wir freuen uns wahnsinnig, den Preis erhalten zu haben, es ist eine besondere Ehre für die Soldatinnen und Soldaten und zivilen Mitarbeitenden“, sagte Knoll. Der Geldpreis wird an den Verein Helfende Raben weitergegeben. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Musikschulorchester der Musikschule Wunstorf unter der Leitung von Elisabet Heineken. Einen überaus humorvollen Vortrag hielt Generalmajor Christian Leitges. Wunstorf sei seine erste Liebe gewesen, so etwas vergesse man nicht. Das LTG 62 leiste für die Bundeswehr und die Verbündeten Leistungen auf Spitzenniveau. Es sei ein toller Verband, auf den alle stolz sein können.