Viel Arbeit wenig Fortschritt | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Viel Arbeit wenig Fortschritt

Spät und ohne kurzfristige Wirkung: Konzepte für Badeinsel und den Verkehr in Steinhude. (Foto: wb, Bildmontage)
Spät und ohne kurzfristige Wirkung: Konzepte für Badeinsel und den Verkehr in Steinhude. (Foto: wb, Bildmontage)
Spät und ohne kurzfristige Wirkung: Konzepte für Badeinsel und den Verkehr in Steinhude. (Foto: wb, Bildmontage)
Spät und ohne kurzfristige Wirkung: Konzepte für Badeinsel und den Verkehr in Steinhude. (Foto: wb, Bildmontage)
Spät und ohne kurzfristige Wirkung: Konzepte für Badeinsel und den Verkehr in Steinhude. (Foto: wb, Bildmontage)

Es waren die ganz dringenden Probleme in dieser Wahlperiode für Steinhude. Zum einen ein zukunftsträchtiges Konzept für die Badeinsel und zum anderen eine tragfähige Lösung für das Verkehrsproblem. Das Timing ist bemerkenswert. So wurde das Konzept zur Badeinsel im September 2025 vorgestellt und somit zum Saisonende. Das Verkehrskonzept soll spätestens zum Sommer vorgelegt werden, wenn die Saison bereits auf ihren Höhepunkt zusteuert. Kein Konzept wurde bisher zeitlich so weit vor der Saison vorgelegt, dass es unmittelbar Konsequenzen für die bevorstehende Saison oder den Haushalt hätte haben können. Seit der letzten Ortsratssitzung weiß man, dass es bis 2031 keine Mittel für die Badeinsel geben wird. Das trifft auch die privat finanzierten Calisthenics-Geräte einer Privatinitiative für die Badeinsel. Sie möchte man aktuell nicht haben aufgrund möglicher Folgekosten, eines späteren Konzeptes und der Region Hannover. Auf Nachfrage dieser Zeitung hat die Region mitgeteilt, dass die Untere Naturschutzbehörde keine Einwände gegen Calisthenics-Geräte auf der Badeinsel hätte. Eine entsprechende Anfrage liegt allerdings bisher nicht vor.

Dass der Ortsrat nur beratend und nicht entscheidend tätig ist, musste er in dieser Wahlperiode schon mehrfach erfahren. Wenn Wunstorf kein grünes Licht gibt, bleibt in Steinhude alles beim Alten. Nun hat noch vor Ende der Wahlperiode Ortsratsmitglied Kerstin Schwartz-Kallendorf (CDU) ihren Parteiaustritt verkündet. Auf Nachfrage stellt sie klar, dass es für die Kommunalpolitik mittlerweile uninteressant ist, welcher Partei man angehört. „Denn das Sagen hat hinterher die Verwaltung“, so Schwartz-Kallendorf. Dabei spricht sie ein Gutachten an, für das man 30.000 Euro in die Hand nimmt und weiß, dass bis 2030 nichts passieren wird. Für sie persönlich grenzt das fast an Steuerbetrug. Schließlich wüsste man ja nicht, was in 2030 modern oder gewünscht ist, oder: „Ob bis dahin vielleicht endlich mal was erreicht ist mit dem Verkehrsgutachten.“

Unverständlich findet sie auch die ablehnende Haltung der Verwaltung zum privat finanzierten Calisthenics Park. Eine Haltung, die sie mit den anderen Mitgliedern des Ortsrates teilt. Wobei sie die Frage stellt: „Wenn man weiß, man kann die Badeinsel eh die nächsten fünf Jahre nicht ändern, warum den Bürgern nicht mit kleinen Schritten entgegen gehen. Das macht mich sprachlos“, so Schwartz-Kallendorf, die nun ohne Wahlprogramm und parteilos bei der kommenden Kommunalwahl antreten will.


Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)
Freie Journalistin
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