Der Rat hat in seiner Sitzung am 25. Februar einer Stellungnahme zum Seeentwicklungsplan Steinhuder Meer einstimmig zugestimmt. Für Martin Ehlerding (SPD) ist es wichtig, dass neben der Stadt Wunstorf in dieser Angelegenheit auch Signale von der Nachbarstadt Neustadt gesendet werden. Es gehe nur mit allen Beteiligten gemeinsam etwas zu erreichen. Christiane Schweer (CDU) sieht in dem Entwurf noch Luft nach oben, Bürgermeister Carsten Piellusch sollte sich mit Ministerpräsident Olaf Lies in Verbindung setzen. Marvin Nowak (Grüne) sieht den Einsatz von Politik und Stadtverwaltung zum Seeentwicklungsplan wichtig und gut für das Steinhuder Meer. Er zeige, dass Herausforderungen vor Ort ernst genommen würden. Gerade hier werde deutlich spürbar, welche Auswirkungen der Klimawandel bereits heute auf Natur, Wasserhaushalt und Nutzung habe.
Bürgermeister Carsten Piellusch sagte unserer Zeitung, dass das Steinhuder Meer ein wichtiger Teil mit herausragender Bedeutung für die Stadt sei. Deshalb werde sich besonders engagiert beim Thema Entschlammung. „Es ist zu wenig entschlammt worden, das Land ging immer von 30.000 bis 40.000 Kubikmeter pro Jahr aus“, sagte Piellusch. Diese Menge wurde auch nur entschlammt, es gäbe aber neue Erkenntnisse, dass im Jahr 54.000 bis 62.000 Kubikmeter pro Jahr Schlamm entstünden. Die zweite Forderung sei die Bereitstellung von Flächen zur Ablagerung des Schlamms und die dritte die Entschlammung der Deipen, sie verursachten eine Veränderung der Strömung. Das Land hat einen Aktionsplan mit dem Titel Seeentwicklungsplan II entwickelt, der Entwurf liege vor. Die Stadt hat dazu eine Stellungnahme abgegeben. „Es ist wichtig, dass wir jetzt ins Handeln kommen“, so der Bürgermeister. Er habe im Dezember dem Ministerpräsidenten einen Brief geschrieben, sich persönlich um die Sache zu kümmern und ihn nach Wunstorf und Steinhude eingeladen.