Die Bäderbetriebe stellen klar, dass der eingeschränkte öffentliche Doppelbetrieb von Hallenbad und Freibad während der Freibadsaison keine Folge einer gescheiterten Personalsuche ist. Entsprechende Darstellungen in der Berichterstattung treffen aus Sicht des Unternehmens nicht zu, so Sprecherin Christin Gottschalk. Vielmehr handelt es sich um eine bewusste strategische Entscheidung für eine klare saisonale Betriebsstruktur. Ziel ist es, Sommer- und Winterbetrieb jeweils verlässlich, personell sinnvoll und insbesondere wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.
Ein durchgehender paralleler Vollbetrieb von Freibad und Hallenbad für die öffentliche Nutzung ist konzeptionell derzeit nicht vorgesehen. Hintergrund ist, dass zusätzliches Fachpersonal, das hierfür erforderlich wäre, in den Wintermonaten nicht in gleichem Umfang eingesetzt und ausgelastet werden könnte. Dies würde zu Personalüberhängen führen. Die vorhandenen personellen Ressourcen sind deshalb so geplant, dass im Sommer der Schwerpunkt des öffentlichen Badebetriebs klar auf dem Freibad Bokeloh liegt. Dort werden tägliche Öffnungszeiten, Sicherheit und Servicequalität gewährleistet. Parallel dazu können Vereine und Schulen das Hallenbad nutzen. Im Winter liegt der Fokus entsprechend auf dem Hallenbad mit öffentlichem Bade- und Saunabetrieb sowie der Nutzung durch Vereine und Schulen. Unabhängig von dieser saisonalen Ausrichtung setzen die Bäderbetriebe weiterhin auf eine langfristige Personalentwicklung und -sicherung. Dazu zählen unter anderem Ausbildung sowie die Qualifizierung vorhandener Rettungsschwimmer. Diese Maßnahmen dienen der allgemeinen Betriebssicherheit und Qualitätsentwicklung, sind jedoch nicht mit einer kurzfristigen Vorbereitung eines dauerhaften öffentlichen Doppelbetriebs gleichzusetzen.
Anlass der Klarstellung waren Berichte sowie daraus resultierende Rückmeldungen, sagt Gottschalk auf Nachfrage. Ziel sei es, den strategischen Hintergrund transparent zu machen und Missverständnissen vorzubeugen, unabhängig von einzelnen Beiträgen. Tatsächlich ist über den vereinbarten eingeschränkten Doppelbetrieb bereits bei der Vorstellung des neuen Hallenbadkonzepts im vergangenen Jahr gesprochen worden. Der Stadtanzeiger berichtete (siehe hier).