Südlich des Sölterweges in Steinhude entsteht ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen. Es ist die erste Genehmigung nach dem neuen Baugesetzbuch. Die Stadt setzt auf Einzelfallprüfungen, während der Runde Tisch Wohnen Leitlinien für den Bau-Turbo berät.
Wie berichtet wird auf einer Fläche südlich des Sölterweges in Steinhude in den kommenden Monaten ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohneinheiten entstehen. Wie die Stadt Wunstorf jetzt bestätigte, ist dies die erste Genehmigung nach den neuen Regeln des Baugesetzbuches (BauGB) vom 30. Oktober 2025. „Die zusätzlich überbauten Flächen werden über Dachbegrünung und eine Ortsrandeingrünung ausgeglichen“, so Stadtsprecher Daniel Pfingsten. Weitreichendere Inanspruchnahmen von Flächen ermöglicht der Paragraph 246 e Baugesetzbuch (eigentlicher Bau-Turbo), der nur befristet gültig ist. „Eine pauschale Beantwortung, wo wir ,lockern', können wir so nicht treffen“, so Pfingsten auf Nachfrage. Denn jedes Bauvorhaben sieht man sich zunächst genau an. Es handelt sich somit jeweils um Einzelfallentscheidungen, wobei Pfingsten versichert, dass man die Antragsteller im Sinne des Bau-Turbos berät und auf veränderte Bedingungen hinweist.
Unterdessen hat der Runde Tisch Wohnen in dieser Woche das erste Mal getagt. Laut der stellvertretenden Bauausschussvorsitzenden Christiane Schweer (CDU), die daran teilgenommen hat, sind dort vier Handlungsfelder festgelegt worden. Über den Bau-Turbo ist in diesem Zusammenhang ebenfalls gesprochen worden. Dabei ging es auch um Leitlinien, die nun bis zum nächsten Treffen des Runden Tisches am 18. Mai in den Fraktionen beraten werden sollen. Aus Sicht von Schweer gehe es nun darum, die Rahmenbedingungen für das Instrument sinnvoll und durchdacht zu wählen, damit dem Bau-Turbo nicht das Tempo genommen wird.