Prüfauftrag beschlossen | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Prüfauftrag beschlossen

An der Ecke Rembrandtstraße / In der Kleinen Südheide: Der Straßenverlauf deutet eine künftige Erschließung an. (Foto: tau)
An der Ecke Rembrandtstraße / In der Kleinen Südheide: Der Straßenverlauf deutet eine künftige Erschließung an. (Foto: tau)
An der Ecke Rembrandtstraße / In der Kleinen Südheide: Der Straßenverlauf deutet eine künftige Erschließung an. (Foto: tau)
An der Ecke Rembrandtstraße / In der Kleinen Südheide: Der Straßenverlauf deutet eine künftige Erschließung an. (Foto: tau)
An der Ecke Rembrandtstraße / In der Kleinen Südheide: Der Straßenverlauf deutet eine künftige Erschließung an. (Foto: tau)

Der Bauausschuss hat einen Prüfauftrag für eine mögliche Wohnbauentwicklung im Bereich Mittelkamp mehrheitlich bei einer Gegenstimme beschlossen. Kritik kam unter anderem von der CDU. Fraktionsvorsitzende Christiane Schweer erklärte, gegen einen Prüfauftrag sei grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings dürfe dieser nicht dazu führen, dass bereits anstehende Entwurfsvorlagen zur Baulandentwicklung an anderer Stelle, insbesondere in den Ortsteilen, ausgebremst würden. Die Ausschussvorsitzende Kirsten Riedel (SPD) erwiderte, dass es nicht um eine Priorisierung einzelner Projekte gehe, sondern darum, potenzielle Flächen frühzeitig zu sichern. Hintergrund ist ein Antrag der SPD-Fraktion, die Fläche am Mittelkamp auf ihre Eignung für Wohnbebauung prüfen zu lassen und perspektivisch in die strategische Stadtentwicklung einzubeziehen.

Teile der CDU äußerten zudem Bedenken wegen der Lage des Gebiets. Es befindet sich in der Nähe der Bahnstrecke Wunstorf–Haste und wird daher aus Lärmschutzgründen kritisch bewertet. Die Verwaltung verwies jedoch darauf, dass sich in Sachen Lärmschutz in den vergangenen Jahren einiges weiterentwickelt habe. Es sei möglich, dass entsprechende Einwände im weiteren Verfahren entkräftet werden könnten. Anne Dalig von den Grünen mahnte an, die verkehrliche Erschließung eines möglichen Wohngebiets von Anfang an mitzudenken. Insbesondere die Barnestraße sei bereits stark belastet, zusätzlicher Verkehr müsse daher genau geprüft werden.

Mit dem Prüfauftrag folgt der Ausschuss der grundsätzlichen Einschätzung, dass die Nachfrage nach Wohnraum in Wunstorf weiterhin hoch ist und neue Flächen frühzeitig geprüft werden sollten. Ziel ist es, der Politik eine fundierte Grundlage für spätere Entscheidungen zur Wohnbauentwicklung zu liefern. Die SPD-Fraktion spricht von einer aktiven kommunalen Bodenpolitik. „Nur wenn die Stadt selbst frühzeitig Gestaltungsmöglichkeiten erhält, können bezahlbarer, bedarfsgerechter und auch kleinerer Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen entstehen”, heißt es in der Begründung zum Antrag. Die Fläche, die genauer untersucht werden soll, befindet sich in der Verlängerung zur Rembrandtstraße und schließt sich damit an eine bestehende Bebauung an. Die Straße selbst deutet eine künftige Erschließung bereits an.

BauTurbo ausgebremst

Der BauTurbo soll Verfahren beschleunigen, allerdings stockt es nun bei der Verabschiedung von städtischen Leitlinien zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung. Auf Antrag der Grünen, die noch Beratungsbedarf haben, nahm der Bauausschuss eine entsprechende Vorlage von der Tagesordnung. Auch der Vorschlag, den Punkt als beratend anzusehen, um einen Beschluss im Verwaltungsausschuss zu ermöglichen, fand keine Zustimmung. Damit käme das Thema erst wieder nach der Sommerpause auf den Tisch.


    André Tautenhahn (tau)
    André Tautenhahn (tau)
    Freiberuflicher Journalist
    north