„Es gibt Meldungen von ersten Rückkehrern unter den Störchen. Erfahrungsgemäß sind das Störche, die im mitteleuropäischen Raum überwintert haben. So langsam scheint demnach die Brutsaison 2026 zu beginnen“, sagte Reinhard Löhmer, Naturschutzbeauftragter für die Weißstorchbetreuung in der Region. An der Deponie Büttelborn (nordwestlich von Darmstadt) gibt es seit Jahren eine größere Anzahl von Störchen, die dort überwintern. Mitte Januar sind vom Nabu 418 Störche gezählt worden. „Unter ihnen ist erneut der männliche Brutstorch DEW 817 B aus Bokeloh (Nest Baudach). Er ist dort den ganzen Winter über gewesen und scheint nun auch im 31. Lebensjahr noch fit zu sein“, so Löhmer. Von seiner Partnerin sei nichts bekannt.
Die Störche in Büttelborn seien noch guter Dinge, sie sind offensichtlich (bis jetzt) nicht von der Vogelgrippe betroffen, die insbesondere im Spanien (Raum Madrid) unter den dort überwinternden Störchen grassiert hat. Die Deponie Büttelborn liegt rund 300 Kilometer von Bokeloh entfernt, diese Distanz überwindet ein Storch locker an einem Tag. „Das bedeutet, dass der Methusalem jederzeit zurückkehren kann“, berichtete der Storchenbeauftragte. Er hofft, dass die neue Abwehrhaube auf dem Schornstein des Hauses der Familie Baudach ihren Zweck erfüllen wird. Das Mast-Nest ist im vergangenen Jahr am Ende der Saison sowohl von den Altstörchen als auch den Jungen angeflogen worden, um dort zu ruhen. „Das ist für das Gelingen der Umsiedlung ein positives Signal“, sagte Löhmer.