Start für „RePeat“ | Wunstorfer-Stadtanzeiger

16.01.2026 09:06

Start für „RePeat“

Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover, Jens Palandt, Direktorin des NLWKN, Anne Rickmeyer und Umweltminister Christian Meyer. (Foto: Philipp Schröder)
Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover, Jens Palandt, Direktorin des NLWKN, Anne Rickmeyer und Umweltminister Christian Meyer. (Foto: Philipp Schröder)
Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover, Jens Palandt, Direktorin des NLWKN, Anne Rickmeyer und Umweltminister Christian Meyer. (Foto: Philipp Schröder)
Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover, Jens Palandt, Direktorin des NLWKN, Anne Rickmeyer und Umweltminister Christian Meyer. (Foto: Philipp Schröder)
Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover, Jens Palandt, Direktorin des NLWKN, Anne Rickmeyer und Umweltminister Christian Meyer. (Foto: Philipp Schröder)

Land Niedersachsen und Region Hannover haben den Startschuss für das größte niedersächsische Klima- und Naturschutzprojekt „RePeat“ gegeben. Ziel ist die nachhaltige Entwicklung von Mooren, die als natürliche CO2-Speicher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Rahmen des Projekts sollen bis 2035 das Altwarmbüchener Moor, das Rehburger Moor und das Trunnenmoor mit insgesamt 1.840 Hektar wiedervernässt werden. Die Wiederherstellung naturnaher Wasserstände betrifft Flächen in Neustadt, Burgdorf, Burgwedel, Lehrte, Sehnde, Hannover und Isernhagen. Moore sind stark gefährdet, haben aber eine große ökologische Bedeutung und stehen unter dem Schutz der EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Sie sind Teil des europäischen Netzwerks „Natura 2000“.

Finanzierung und Projektpartner

Das Projekt wird mit insgesamt 34 Millionen Euro finanziert. Zehn Millionen Euro stammen aus dem EU-Förderprogramm LIFE, jeweils zwölf Millionen Euro steuern das Land Niedersachsen und die Region Hannover bei. Projektpartner sind das Niedersächsische Umweltministerium, der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie die Region Hannover. Umweltminister Christian Meyer betont die Rolle intakter Moore als „Superhelden“ des Klimaschutzes: Sie speichern große Mengen Kohlenstoff, tragen zum Wasserrückhalt bei und sind wichtige Lebensräume. Auch die Region Hannover sieht das Projekt als Meilenstein für den Klima- und Artenschutz. Ziel ist es, die Treibhausgas-Emissionen aus Mooren zu reduzieren und die Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen.

In der Praxis

Für die Wiedervernässung sind Gehölzarbeiten und Erdbau vorgesehen. Außerhalb der Schutzgebiete sollen Amphibien geschützt werden. Zunächst erfolgt eine umfassende Grundlagenermittlung, bevor Ingenieurplanungen und die Umsetzung starten. Nachteile für Anlieger und Bewirtschafter sollen vermieden werden. Die Projektpartner setzen auf Transparenz und Beteiligung: Eigentümer und lokale Akteure werden in Flurbereinigungsverfahren einbezogen, um Kauf-, Tausch- oder Gestattungsverträge zu ermöglichen.

Niedersachsen ist mit rund 400.000 Hektar Moorboden das moorreichste Bundesland Deutschlands. Die meisten Flächen haben durch Entwässerung und Kultivierung ihren ursprünglichen Charakter verloren. Das Projekt „RePeat“ knüpft an das erfolgreiche Vorgängerprojekt „Hannoversche Moorgeest“ an und soll die Voraussetzungen für eine nachhaltige Moorentwicklung schaffen.
Weitere Informationen gibt es auf der Projektwebsite des NLWKN: https://www.nlwkn.niedersachsen.de/life-repeat.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)
Freiberuflicher Journalist
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