Wunstorfer Stadtanzeiger - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Wunstorfer Region

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Worpswedes dunkle Flecken

Das Künstlerdorf im Dritten Reich

WUNSTORF (e­w). Zu ei­nem be­son­de­ren Vor­trag mit an­sch­ließen­der Dis­kus­sion lädt die Kunst­schule Wunstorf am mor­gi­gen Sonn­tag, den 29. Juni um 19 Uhr in ihre Räu­me, Hin­den­burgstraße 42a, in Wunstorf ein. Mit "Worps­we­des dunklen Fle­cken" sind nicht die brau­nen Moor­kanäle der Torf­land­schaft des berühm­ten Künst­ler­dorfs ge­meint, son­dern seine "­braune Ge­schich­te" während des Drit­ten Rei­ches. Dass die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten die Hei­mat­kunst der al­ten Worps­we­der Meis­ter für sich be­an­spruch­ten, be­legt das Buch "Worps­wede im Drit­ten Reich" von Fer­di­nand Krog­mann. Dr. Tanja Weiß, Do­zen­tin der Kunst­schule Wunstorf, erzählt von den Er­kennt­nis­sen des Au­tors, spürt nach warum die Ma­le­rei der Worps­we­der Meis­ter von den Na­zis "­ge"- oder "­miss"-braucht wurde und spricht im An­schluss daran mit den Gäs­ten ü­ber Kunst und po­li­ti­sche Ge­sin­nung. Dass Hein­rich Vo­ge­ler ak­ti­ver Kom­mu­nist wur­de, ist der Kunst­ge­schichte be­kannt, dass Fritz Ma­cken­sen – der Ur-Grün­dungs­va­ter der Künst­ler­ko­lo­nie Worps­wede – seit 1937 Mit­glied der NS­DAP war, weiß kaum je­mand. Wie "­braun" war er wirk­lich? Große Ak­tua­lität ge­winnt der Vor­trag, da sich die Klos­ter­kam­mer Han­no­ver von der Erich-Klahn-Stif­tung im Klos­ter Ma­ri­en­see trennt, in dem sich etwa 450 Werke des re­nom­mier­ten Künst­lers be­fin­den.

Für den Vor­trag wird um An­mel­dun­gen un­ter in­fo@­kunst­schule-wunstor­f.de ge­be­ten, da bei höhe­rer Teil­neh­mer­zahl auf einen größe­ren Raum aus­ge­wi­chen wird.

Der Ein­tritt be­trägt 10 Eu­ro.

Für wei­tere In­for­ma­tio­nen steht die Re­fe­ren­tin un­ter an­mel­dung@fakstm.de oder der Te­le­fon­num­mer 05032/893084 gerne zur Ver­fü­gung.

vom 28.06.2014 | Ausgabe-Nr. 26B

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