Der TSV Kolenfeld setzt beim Klimaschutz auf moderne Technik und hat seine Flutlichtanlage am Sportplatz bereits im vergangenen Jahr vollständig auf LED umgerüstet. Die Maßnahme senkt den Energieverbrauch deutlich, reduziert die laufenden Kosten und verbessert zugleich die Lichtverhältnisse für Training und Spielbetrieb. Die Umrüstung wurde im August 2025 abgeschlossen und ist Teil der langfristigen Umweltstrategie des Vereins. Zuvor war die Anlage mit Halogen-Metalldampflampen ausgestattet, die einen hohen Stromverbrauch verursachten, eine begrenzte Lebensdauer hatten und einen hohen Wartungsaufwand mit sich brachten. Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten entschied sich der Verein frühzeitig für den Wechsel auf eine energieeffiziente Lösung.
Die neue Anlage besteht aus insgesamt zehn LED-Strahlern. Acht Leuchten sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung des gesamten Spielfelds, zwei weitere beleuchten gezielt einen Trainingsbereich auf dem A‑Platz. Durch die moderne Technik wird der Energieverbrauch im Vergleich zur alten Anlage um bis zu 70 Prozent reduziert. Gleichzeitig bieten die LEDs eine deutlich längere Lebensdauer von bis zu 80.000 Betriebsstunden, was die Betriebssicherheit erhöht und Wartungskosten senkt. Auch die Lichtqualität hat sich spürbar verbessert. Die Spielfläche wird gleichmäßig und blendfrei ausgeleuchtet, die Lichtstärke lässt sich flexibel anpassen. Davon profitieren nicht nur die Mannschaften, sondern auch Zuschauer und Trainer. Zudem wird unnötige Lichtabstrahlung in die Umgebung vermieden.
Für die Umrüstung erhält der TSV Kolenfeld eine Förderung der Region Hannover im Rahmen des Programms e.coSport. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 24.990 Euro, davon steuert die Region 6.248 Euro bei. Durch die Maßnahme werden jährlich rund 2.110 Kilogramm Kohlendioxid eingespart. Insgesamt unterstützt die Region Hannover 17 Sportvereine aus elf Kommunen mit Fördermitteln in Höhe von 606.000 Euro. Ziel des Programms ist es, Sportvereine bei der energetischen Sanierung ihrer Anlagen zu unterstützen und sie unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen. Alle geförderten Projekte zusammen sparen jährlich rund 87.000 Kilogramm CO2 ein. Das Projekt in Kolenfeld zeigt, dass auch kleinere Vereine einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Durch die Kombination aus eigenen Mitteln, öffentlichen Fördergeldern sowie Zuschüssen von Region, Land und Stadt Wunstorf konnte die Maßnahme umgesetzt werden.
Seit Beginn dieses Jahres setzt die Region Hannover zusätzliche Anreize: Die maximale Fördersumme wurde von 75.000 auf bis zu 100.000 Euro erhöht, wenn Vereine beim Heizungstausch vollständig auf Öl und Gas verzichten. Alternativ ist auch eine schrittweise Umstellung auf erneuerbare Energieträger möglich. Für das aktuelle Förderjahr stehen insgesamt 630.000 Euro zur Verfügung. Ausführliche Informationen zum Förderprogramm, die Kontaktdaten der e.coSport-Koordination sowie ein Anmeldeformular finden interessierte Vereine im Internet unter www.hannover.de/e.coSport.
Das Programm „e.coSport – energetische Sportstättensanierung und Umweltberatung in der Region Hannover“ besteht seit 2002. Neben der Region und der Landeshauptstadt Hannover engagieren sich auch der Förderfonds proKlima, der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover, der Regionssportbund und der Stadtsportbund Hannover finanziell. Die Koordination übernimmt das Umweltzentrum Hannover.