Die Stiftung Niedersachsen unterstützt mit dem Programm „Vital Village“ die kulturelle Entwicklung im ländlichen Raum. Sieben Gemeinden, darunter Wunstorf unter Federführung des KulturNetzWerkes, erhalten jeweils 30.000 Euro für neue Projekte und den Ausbau bestehender Angebote. Die Förderung läuft über zwei Jahre und soll kreative Ideen vor Ort ermöglichen (wir berichteten). Nun gibt es ein erstes Auftakttreffen für Vereine und Interessierte am 19. März um 19 Uhr in der Remise am Düendorfer Weg.
Geplant ist eine Serie von größeren Events im Juni 2027 in den Wunstorfer Ortsteilen. Die Idee: Jeweils drei Dörfer schließen sich zu einem Cluster zusammen und richten ein Event gemeinschaftlich aus. Die Kernstadt, die bisher die Nacht der Kultur zweimal erleben durfte, geht damit nicht leer aus, sondern profitiert durch eine kulturelle Reise durch Wunstorfs Ortsteile, die mehr zu bieten haben, als es vielleicht den Anschein hat. Das entspreche auch dem Geist von Gemeinschaft, der bei der Nacht der Kultur entstanden ist. Was genau möglich ist, soll in Workshops konkretisiert werden. Ein Jahr ist Zeit, sagt Svenja Barembruch. Sie ist Ansprechpartnerin für den Prozess.
Aufgerufen sind vor allem die Akteure in den Ortsteilen, neben Vereinen und Künstlern auch Kitas und Schulen. Ihr wertvoller Input werde gebraucht, um eine ganze Region nach dem Vorbild einer Landpartie in Kultur zu tauchen. Durch das KulturNetzWerk sei bereits ein gewisser Grad an Vernetzung und Kooperation zwischen einer Vielzahl an Kulturschaffenden erreicht, sogar über Ortsteilgrenzen hinweg. Ein Vorteil, der nun mit Hilfe der finanziellen Möglichkeiten durch das Programm „Vital Village“ noch vertieft und ausgebaut werden kann. Die Auftaktveranstaltung in der Remise wird professionell moderiert. Weitere Beratung und Hilfestellung im Planungsprozess gibt es über die Stiftung Niedersachsen ebenfalls.
Der Arbeitstitel „Dorfkultour - kulturelle Reise durch Wunstorf” ist zunächst einmal gesetzt, kann sich aber noch ändern. „Wir wollen nicht so viel vorgeben, sondern warten, was die Leute an Ideen mitbringen”, sagt Hajo Arnds vom KulturNetzWerk. Das Projekt sei auch eine Chance für Neubürger, das Dorfleben kennenzulernen und Anknüpfungspunkte zu finden, betont Heike Leitner. Alles in allem gehe es auch darum, Kultur neu zu denken und auf diese Weise einen Beitrag für nachhaltige Strukturen zu leisten. Die Förderung der Stiftung Niedersachsen sieht auch die Unterstützung kleinerer Projekte vor, die von einer Jury ausgewählt werden. Auch darüber soll im Rahmen des Auftakttreffens gesprochen werden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.