Das Steinhuder Meer, größtes Binnengewässer Nordwestdeutschlands und beliebtes Erholungsgebiet, steht vor einer ernsten Herausforderung: Die Verlandung schreitet seit Jahren voran. Messungen zeigen stellenweise Wassertiefen von weniger als einem Meter. Experten warnen vor ökologischen Schäden und negativen Folgen für Tourismus und Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund hatte die Gruppe CDU/FDP beantragt, im Regionshaushalt 2026 Mittel für die Erarbeitung eines umfassenden Masterplans zur Entschlammung bereitzustellen. Dieser sollte gemeinsam mit den Anrainerkommunen und dem niedersächsischen Umweltministerium entwickelt werden. Doch die Mehrheit aus SPD und Grünen lehnte den Antrag in der Regionsversammlung am Dienstag (16. Dezember) ab.
„Das Steinhuder Meer ist ein unverzichtbares Naturjuwel und zugleich ein bedeutender Erholungsraum für die Menschen in der Region Hannover. Angesichts der dramatischen Verlandung ist es nicht nachvollziehbar, dass SPD und Grüne die Erstellung eines Masterplans blockieren“, erklärt Rolf-Axel Eberhardt, Wunstorfer Regionsabgeordneter der CDU-Fraktion. Besonders enttäuschend sei das Abstimmungsverhalten der lokalen Abgeordneten, die sich öffentlich für den Erhalt des Sees aussprechen, den Antrag aber nicht unterstützt hätten. Auch FDP-Regionsabgeordneter Daniel Farnung (ebenfalls aus Wunstorf) kritisiert die Ablehnung: „Mit der Entscheidung wird eine große Chance vertan, Kommunen, Fachbehörden und Land frühzeitig an einen Tisch zu bringen. Gerade bei einem sensiblen Gewässer wie dem Steinhuder Meer braucht es Abstimmung, Prioritäten und einen realistischen Zeitplan. Ohne ein Gesamtkonzept bleibt es bei Einzelmaßnahmen – und genau das können wir uns nicht mehr leisten.“