Steinhuder Debatten V | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Steinhuder Debatten V

Bis heute nicht gelöst: Parkplatznot an schönen Wochenenden. (Archivbild: wb)
Bis heute nicht gelöst: Parkplatznot an schönen Wochenenden. (Archivbild: wb)
Bis heute nicht gelöst: Parkplatznot an schönen Wochenenden. (Archivbild: wb)
Bis heute nicht gelöst: Parkplatznot an schönen Wochenenden. (Archivbild: wb)
Bis heute nicht gelöst: Parkplatznot an schönen Wochenenden. (Archivbild: wb)

Bereits 1974 war Steinhude ein staatlich anerkannter Erholungsort. Und so plante man neue Einrichtungen, ein Hotel, eine Badeinsel, Saison verlängernde Angebote und sehnte sich gleichzeitig nach einem Verkehrskonzept. Ein Blick in die damalige Berichterstattung in der „Leine Zeitung“ und die Gemeindeunterlagen gleicht in vielen Bereichen einem Déja vu. Im fünften Teil geht es um den Verkehr in Steinhude.

Man hatte es sich ja eigentlich erhofft, dass die Badeinsel zu einem Besuchermagnet werden würde. Was man nicht bedacht hatte, dass parallel zur Nutzung der Badeinsel auch die Anzahl der Parkplätze in Steinhude erhöht werden müsste. Schon im August 1974 erkannte der Großraum Hannover diese Problematik. Dabei dachte er nicht unbedingt an die Erweiterung des Parkplatzangebotes, sondern an die Einbindung der Auswanderer als Transportmittel zur Badeinsel. Für die Überfahrt sollten ermäßigte Preise gelten. Eine Idee, die 2017 im Rahmen eines studentischen Projektes der Ostfalia Hochschule unter Federführung von Wolf-Rüdiger Runge zur Lösung der Parkplatzprobleme wieder aufgegriffen wurde. Parktickets des Parkplatzes Bruchdamm sollten auch als Ticket für die Auswanderer gelten. Umgesetzt wurde diese Idee weder 1974 noch 2017.

Unter dem Motto „Was halten sie von Steinhude ?“ führte der Großraum im August 1974 im Rahmen des „Festlichen Wochenendes“ eine Umfrage unter den Besuchern durch. An sechs Tagen waren insgesamt 85 Interviewer (alles Studenten) im Ort unterwegs und Befragten 2.400 Besucher. Man erinnere sich, dass man knapp 50 Jahre später im Rahmen des „Stadtexperimentes“ ebenfalls die Besucher befragt hat. Beide Male mit dem Ziel, herauszufinden, welche Maßnahmen für einen erholsamen Ausflug ans Steinhuder Meer ergriffen werden müssten. Neben Preisen in Hotels und Gaststätten, die man besonders 1974 kritisierte, standen damals wie heute vor allem der Verkehr und fehlende Parkplätze in der Kritik.

1974 sah man die Lösung im Bau von 2000 Parkplätzen an der Badeinsel. In unmittelbarer Nähe der Badeinsel gibt es bis heute 40 Stellplätze, so die Untersuchung der Ostfalia. Viel zu wenig an Wochenenden mit gutem Wetter. Um ziellosen Parkplatzsuchverkehr zu verhindern, empfiehlt man, die Hinweisschilder für solche Parkplätze unter anderem in Stadtplänen zu entfernen. Für die Wohngebiete rund um die Badeinsel sollten Einfuhrverbote für Nicht-Anlieger gelten. Bis heute wird an einer Lösung gearbeitet. Ein erster Entwurf für ein neues Verkehrsgutachtens lag der Verwaltung bereits kürzlich vor, fand aber keine Zustimmung. „Verwaltungsseitig hatten wir hierzu noch einige Anmerkungen und haben diese an den Gutachter übermittelt“, so Stadtsprecher Daniel Pfingsten auf Nachfrage. Man hofft jetzt, dass es im Juni im Ortsrat vorgestellt werden kann.

Endlich eröffnet: Cover einer der ersten Broschüren zur Badeinsel. (Foto: Stadtarchiv)
Endlich eröffnet: Cover einer der ersten Broschüren zur Badeinsel. (Foto: Stadtarchiv)

Steinhuder Debatten IV

Bereits 1974 war Steinhude ein staatlich anerkannter Erholungsort. Und so plante man neue Einrichtungen, ein Hotel, eine Badeinsel, Saison verlängernde Angebote und sehnte sich gleichzeitig nach einem Verkehrskonzept. Ein Blick in die damalige Berichterstattung gleicht in vielen Bereichen einem Déja vu.
Per Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden: Der Zugang zur Badeinsel. (Foto: wb)
Per Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden: Der Zugang zur Badeinsel. (Foto: wb)

Steinhuder Debatten III

Bereits 1974 war Steinhude ein staatlich anerkannter Erholungsort. Und so plante man neue Einrichtungen, ein Hotel, eine Badeinsel, Saison verlängernde Angebote und sehnte sich gleichzeitig nach einem Verkehrskonzept. Ein Blick in die damalige Berichterstattung in der „Leine Zeitung“ und die Gemeindeunterlagen gleicht in vielen Bereichen einem Déja vu. Im dritten Teil geht es um Widerstand und Planung zur Badeinsel.
Von oben: Das winterliche Steinhuder Meer. (Archivbild: Feuerwehr)
Von oben: Das winterliche Steinhuder Meer. (Archivbild: Feuerwehr)

Steinhuder Debatten II

Bereits 1974 war Steinhude ein staatlich anerkannter Erholungsort. Und so plante man neue Einrichtungen, ein Hotel, eine Badeinsel, Saison verlängernde Angebote und sehnte sich gleichzeitig nach einem Verkehrskonzept. Ein Blick in die damalige Berichterstattung gleicht in vielen Bereichen einem Déjà vu.
So sollte es aussehen: Modell des geplanten Hotelbaus auf dem Ratskellergrundtsück, abgebildet in der Ausgabe der „Leine Zeitung” vom 4.12.1974. (Foto: wb)
So sollte es aussehen: Modell des geplanten Hotelbaus auf dem Ratskellergrundtsück, abgebildet in der Ausgabe der „Leine Zeitung” vom 4.12.1974. (Foto: wb)

Steinhuder Debatten I

Bereits 1974 war Steinhude ein staatlich anerkannter Erholungsort. Und so plante man neue Einrichtungen, ein Hotel, eine Badeinsel, Saison verlängernde Angebote und sehnte sich gleichzeitig nach einem Verkehrskonzept. Ein Blick in die damalige Berichterstattung gleicht in vielen Bereichen einem Déja vu.

Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)
Freie Journalistin
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